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Online vom 15.06.2012

Damit die Beiträge besser gefunden werden: "Spiegel Online" setzt auf Suchmaschinenoptimierung

Jetzt also auch "Spiegel Online" - die Beiträge auf dem Nachrichtenportal werden seit Neuestem so verbessert, dass Suchmaschinen sie leichter finden können.

Hamburg - Damit soll mehr Sichtbarkeit bei Google erreicht werden. "Spiegel Online" folge damit nur einem Trend von anderen Online-Medien, die bereits seit einigen Jahren auf Suchmaschinenoptimierung setzen und ihre Sichtbarkeit vor allem bei Marktführer Google massiv verbessern konnten.

Eigentlich spricht kein Vertreter eines Online-Mediums gerne über Suchmaschinenoptimierung. Schließlich gibt er damit zu, dass sein Medium nicht mehr die Startseite für seine Leser ist, sondern die Suchmaschine, in der er den Begriff eintippt, den er direkt sucht. Er erwartet also nicht mehr eine "Wundertüte" voller interessanter Beiträge, sondern genau die Berichte, die er auch sucht.

Suchmaschinenoptimierung ist kein leichtes Unterfangen, auch winzige Punkte müssen für den optimalen Platz beim Google-Ranking berücksichtigt werden.

Manche Punkte bei der Suchmaschinenoptimierung sind allerdings banal und technisch leicht lösbar, manche Verlage befolgen diese Regeln bereits seit Jahren. So soll Google beispielsweise "sprechende URLs" besonders gut finden. 

So heißt die URL bei dem Beitrag "TV-Eklat in Pakistan - "Mein Gott, Sie wollen Ihr Geschlecht umoperieren?" von Korrespondent Hasnain Kazim jetzt zum Beispiel http://www.spiegel.de/kultur/tv/diskriminierung-von-homosexuellen-in-einer-tv-show-in-pakistan-a-838627.html - vor der Umstellung hätten bei "Spiegel Online" ein paar Zahlen als Kennung nach dem Domainnamen ausgereicht.

"Spiegel Online" hat für ein Nachrichtenportal grundsätzlich eine exzellente Leser-Blatt-Bildung. Wie Mathias Müller von Blumencron, Chef der digitalen Angebote von "Der Spiegel", beim Reporter-Treffen in Hamburg erklärte, kommen 21 Prozent der Leser 200 Mal im Monat auf die Seite.

Die Optimierung der Artikel übernehmen bei Online-Medien übrigens häufig keine Redakteure, sondern speziell geschulte Editoren, so genannte "Suchmaschinenoptimierer", deren Salär oft dem eines Lokalchefs einer Tageszeitung entspricht. Experten, die wissen, wie Journalismus und die Technik funktionieren, werden händeringend gesucht und fürstlich entlohnt.

Bülend Ürük

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