Unternehmen vom 17.10.2012
Nachrichtenagentur dapd: Mitarbeiter erhalten September-Gehälter
Eigentlich sollten die September-Gehälter der dapd-Mitarbeiter bereits am Montag dieser Woche angewiesen werden. Doch erst heute teilt Geschäftsführer von der Fecht in einer offiziellen Pressemitteilung mit, dass er die Löhne für die dapd-Mitarbeiter angewiesen hat.
Berlin - Damit erhalten jetzt alle dapd-Mitarbeiter ihre September-Gehälter. Im Gegensatz zu den früheren ddp- und den neuen dapd-Mitarbeitern hat eine Mitarbeitergruppe ihr Septembergehalt längst gehalten. Die Rede ist von den ehemaligen Mitarbeitern der deutschen "Associated Press", die schlichtweg andere Verträge haben und ihre Gehälter bereits zum Ende eines jeden Monats überwiesen bekommen.
Das jetzt angewiesene Insolvenzgeld entspricht dem letzten Nettoarbeitsentgelt bis zur Höhe der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze. Diese liegt bei 4.800 Euro einschließlich geldwerter Vorteile, Vergütung für Überstunden, sonstiger Zulagen und vermögenswirksamer Leistungen.
Da die Agentur für Arbeit das Insolvenzgeld erst bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens überweist, hat Wolf von der Fecht, Geschäftsführer der insolventen Gesellschaften, gemeinsam mit einem Kreditinstitut die Vorfinanzierung und Auszahlung an die Mitarbeiter bewirkt. Die Auszahlung des Insolvenzgeldes wurde insbesondere auch durch persönliche Garantieerklärungen der Aktionäre Martin Vorderwülbecke und Peter Löw zur Unterstützung des weiteren Insolvenzverfahrens ermöglicht.
"Die Geschäfte der Nachrichtenagentur und die Auftragsvergabe an Freie Mitarbeiter laufen auch während des Insolvenzantragsverfahrens unverändert weiter. Alle neu erteilten Aufträge sind durch verbindliche Zahlungszusagen gedeckt, die Ansprüche der Freien Mitarbeiter aus der vorhandenen Liquidität sind damit voll gesichert", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung.
In enger Abstimmung mit den Bereichsleitern hat Geschäftsführer von der Fecht zudem eine Vorschussregelung für die Freien Mitarbeiter erarbeitet, die durch die Insolvenz der dapd Nachrichtenagentur-Gruppe besonders hart betroffen sind. Sie erhalten in Einzelfällen Vorschüsse auf künftige Leistungen - NEWSROOM hatte über diese Pläne bereits berichtet. Nun sind erste Zahlungen bereits erfolgt.
Bülend Ürük
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