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Vermischtes vom 25.01.2013

Dank Crowdfunding: Wie zwei Journalistinnen einen Film stemmen wollen

Gibt es eine Möglichkeit, Journalismus auch abseits der Hauptpfade zu finanzieren? Ja, gibt es. Zum Beispiel mit Crowdfunding, wie es die beiden Berliner Journalistinnen Miriam Rossius und Sou-Yen Kim versuchen.

Berlin - "Herr Kim und Schwester Lotusblüte" soll der Dokumentarfilm heißen, für den die beiden Journalistinnen um Unterstützung auf der Crowdfunding-Plattform Startnext setzen. "Darin erzählen wir anhand unserer persönlichen Biographien die Geschichte der koreanischen Arbeitsmigranten in Deutschland. Die Geschichte ist kaum bekannt, dabei spielt sie sowohl für die deutsche wie auch koreanische Historie eine wichtige Rolle. Fertig werden soll der Film zum Dezember 2013, zum 50. Jahrestag des Anwerbeabkommens koreanischer Bergarbeiter", so Sou-Yen Kim.

Aktuell ist das Vorhaben auf der Crowdfunding-Plattform "Startnext" online, wo die beiden Journalistinnen versuchen, 5000 Euro innerhalb von 90 Tagen zu bekommen. "Selbstverständlich kostet so ein Dokumentarfilm deutlich mehr, weshalb wir auch hoffen, dass wir dieses Limit überschreiten", sagt Sou-Yen Kim.

Trommeln gehört zum Handwerk - um für ihr sehr persönliches Projekt zu werben, konnten sie bereits die Journalistin Luzia Braun (ZDF-aspekte), Moderator Mitri Sirin (ZDF-Morgenmagazin), DJ Chino von "Culcha Candela", denSchauspieler und Synchronsprecher Charles Rettinghaus (dt. Stimme von Robert Downey Jr.) gewinnen, sie mit einer Video- oder Audiobotschaft zu unterstützen.

Mehr zu dem geplanten Dokumentarfilm von Miriam Rossius und Sou-Yen Kim gibt es bei Startnext, aktuell konnten die Filmemacherinnen bereits 2380 Euro für das Projekt einsammeln. Übrigens - für eine Spende ab 100 Euro versprechen die Journalistinnen unter anderem, den Namen im Abspann zu erwähnen. Eine Chance für alle, die endlich einmal in einem Film "auftauchen" wollten.

Bülend Ürük

Kennen Sie noch andere interessante deutschsprachige, journalistische Initiativen, die ein Projekt mit Crowdfunding finanzieren wollen? Wir freuen uns über Anregungen, Tipps und Empfehlungen an redaktion@newsroom.de.

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