Print vom 07.07.2012
"Süddeutsche Zeitung": Ab Montag neues, behutsam verändertes Layout
Auf die Leserwünsche ist die "Süddeutsche Zeitung" bei ihrem neuen Design eingegangen. Ab Montag präsentiert sie sich klarer und strukturierter, ohne die Leser zu erschrecken. Ressort-Chef Christopher Keil und sein Team können sich freuen - die beliebte „Medien“-Seite wird in Zukunft immer direkt vor dem TV- und Radio-Programm platziert.
München - Ein Grund für die neue Lesbarkeit ist ein reformiertes Schriftsystem, das speziell für die "Süddeutsche Zeitung" entwickelt wurde. Alle in der SZ verwendeten Schriften sind nun Teil einer Schriftenfamilie, der neuen "SZ-Text".
Die neue Gestaltung dient einer besseren Führung der Leser durch die Zeitung, heißt es in der offiziellen Mitteilung.
So werden wiederkehrende Elemente wie Inhaltverzeichnisse, Autorenzeilen, Kommentare, Kolumnen, Informationskästen in einer über die gesamte Zeitung hinweg einheitlichen Form präsentiert.
Kommentare, Kolumnen und Rubriken werden durch Schriften im SZ-Grün und neue Illustrationen akzentuiert. Der wichtigste Text jeder Seite wird optisch deutlicher von den anderen Texten abgesetzt. Außerdem wurde den Seitenköpfen aller SZ-Sonderseiten (SZ Wochenende, Reise, Mobiles Leben, Beilagen) ein einheitliches Erscheinungsbild gegeben.
„Wir haben mit der Layout-Reform die inhaltliche und optische Vielfalt der Süddeutschen Zeitung erhalten und dennoch für ein einheitliches Erscheinungsbild gesorgt“, sagt Wolfgang Krach, stellvertretender Chefredakteur der SZ. Krach: „Die Zeitung wird schöner, moderner und übersichtlicher.“
An der Grundstruktur der "Süddeutschen Zeitung" wird sich durch die Reform laut der SZ-Chefredaktion nichts ändern.
Die ersten Seiten mit "Streiflicht", dem Seite-1-Kasten, dem Thema des Tages auf Seite 2, der Seite Drei und der Meinungsseite auf Seite 4 bleiben inhaltlich unverändert.
Auch die gewohnte Reihenfolge der Zeitungsbücher erst Politik, dann Feuilleton vor Wirtschaft und Sport ändert sich nicht.
Bildgrößen und Textmengen bleiben gleich. „Dies ist nicht einer der vielen, vor allem in der Branche beliebten Relaunches“, sagt SZ-Chefredakteur Kurt Kister, „sondern nur eine Layout-Reform zum Nutzen unserer Leser und Abonnenten, die diese Zeitung aus guten Gründen so sehr mögen.“
Die Reform berücksichtige zudem Wünsche, die viele Leser an die Redaktion herangetragen haben.
So wird die „Wissen“-Seite künftig täglich - statt bislang fünfmal pro Woche - erscheinen. Die „Leserforum“-Seite erscheint fünfmal pro Woche und erhält einen festen Platz, und zwar immer auf der vorletzten Seite des Feuilleton-Buches.
Dienstags rückt an die Stelle des „Leserforums“ das „Politische Buch“.
Die "Süddeutsche Zeitung" hat eine Auflage von 431.756 verkauften Exemplaren (1/2012). Vor zehn Jahren verkaufte das überregional bedeutsame Blatt 434.666 Exemplare (1/2012).