Vier von fünf Unternehmen setzen auf Dialogmarketing
(19.06.2013, 13:52)
Beim mächtigen Madsack-Verlag, an dem die SPD-Medienholding die meisten Anteile besitzt, wirbelt der Umbau des Konzerns, der so gerne mit Springer oder wenigstens der WAZ-Mediengruppe mithalten würde, das gesamte Haus durcheinander.
Frankfurt - Und noch immer gibt es keine Lösung beim Frankfurter "Blitz-Tip", dabei stehen schon die Pläne, das Blatt bereits ab dem 1. August von der "Frankfurter Rundschau" besorgen zu lassen.
Schon seit Anfang des Monats verhandeln Geschäftsführung und Betriebsrat, es wird gedroht, geschmeichelt, erklärt. Doch noch immer sind es "nur" Sondierungsgespräche, denn die Haupteigentümer - mit Madsack ist das der Verlag der "Frankfurter Rundschau", damit also wieder die SPD-Medienholding DDVG, dort jedoch gemeinsam mit DuMont Schauberg - wollen den Mitarbeitern bislang keine Sicherheiten zu den Abfindungsgehältern geben, es gibt bislang keinen Entwurf zum Interessenausgleich.
Am Donnerstagvormittag, die Besprechung beginnt um 11 Uhr an der Rathenaustraße in Neu-Isenburg, will die Geschäftsführung diese Sicherheit dann endlich vorlegen. Darauf setzt die Belegschaft, die hofft, dass ihr zumindest ein Monatsgehalt je Jahr der Betriebszugehörigkeit angeboten wird.
Derweil ist die Motivation der verbliebenen Mitarbeiter am Boden. Wer kann es ihnen verübeln, die Gesellschafter haben ihnen schließlich ganz die Hoffnung genommen, dass sie ihren Arbeitsplatz behalten können.
Und es ist Sommer, wenn auch ein verregneter, und die Anzeigenaufträge gehen automatisch zurück; jedoch sind mehrere größere Anzeigenkunden überhaupt nicht davon begeistert, dass die Werbung in "ihrem" Blitz-Tip die Kunden nicht mehr vor dem Einkaufs-Wochenende, also am Mittwoch, sondern erst am Samstag erreicht.
Auf die neuen Macher am Karl-Gerold-Platz wartet ab Anfang August viel Arbeit.
Bülend Ürük