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Vermischtes vom 03.09.2012

media.expo in Mainz: Warum die Industrie eine neue Messe für die deutschsprachige Medienbranche stemmt

Mitte dieser Woche feiert die media.expo Premiere als neue Leitmesse für die deutschsprachige Verlags- und Medienbranche. Rund 30 Aussteller präsentieren am 5. und 6. September 2012 in der Rheingoldhalle in Mainz Lösungen, Dienstleistungen und Produkte für Verlage, Druckereien und publizierende Unternehmen.

Mainz - Im Fokus stehen Software-Lösungen für Bereiche wie digitales Publizieren, digitale Medienproduktion, Cloud Computing, Regionalisierung von Medienangeboten und Verlagslogistik.

Warum eine neue Messe für die Medienbranche?

Im Interview mit NEWSROOM erläutert Dr. Karl Friedrich Trespe, Geschäftsführer der sabris ag und Mit-Organisator der media.expo, die Beweggründe.

Karl Friedrich Trespe.

 

NEWSROOM: Herr Trespe, am Mittwoch startet die media.expo. Was verbirgt sich genau hinter der Messe?

Karl Friedrich Trespe: Die media.expo bietet der Medienbranche ein Kommunikations- und Informationsangebot, das über die Präsentation von Produkten und Lösungen hinaus geht. Eine reine Ausstellungsmesse hat heute kaum noch Chancen, Mitarbeiter von Verlagen zu mobilisieren. Bei der media.expo stehen daher Austausch und Praxisworkshops zu den aktuellsten Branchenthemen im Vordergrund: digitales Publizieren, digitale Medienproduktion, verlagslogistische Herausforderungen und einiges mehr. Verlage erhalten dadurch einen echten Mehrwert und kommen gerne nach Mainz.

NEWSROOM: Wozu braucht die Medienbranche noch eine weitere Leitmesse? Gibt es nicht genügend Gelegenheiten für Entscheider, Erfahrungen auszutauschen und neue Produkte kennenzulernen?

Karl Friedrich Trespe: Wir bieten der Branche mit der media.expo eine Informationsplattform, auf der sie wirklich intensiv Erfahrungen austauschen kann – in vielen Gesprächen und Fachdiskussionen. Darüber hinaus sehen wir das ganz pragmatisch aus der Sicht der Lieferanten der Branche: Andere Veranstaltungen bringen den Ausstellern nicht mehr die notwendige Besucherfrequenz auf den Messeständen, um die hohen Kosten dafür zu rechtfertigen.

NEWSROOM: Wer gehört zu den Organisatoren der media.expo?

Karl Friedrich Trespe: Anfang März 2012 haben sich zahlreiche Aussteller der Ifra in Wien zu einem Treffen im Raum Frankfurt eingefunden und beschlossen, eine neue Form von Leistungsschau aus der Taufe zu heben – einen „Publishers Market“, also eine neue Branchenconvention. Sechs der Teilnehmer haben den organisatorischen Hut auf: AdFlow Systems GmbH, compass gesellschaft für medientechnologie mbH, JJK Gesellschaft für innovative Verlagssoftware mbH, Lufthansa Systems AG, MSU - Medien-Service Untermain GmbH sowie die sabris AG. Diese sechs stimmen aber wichtige Entscheidungen mit dem Gesamtgremium ab. Last but not least wurde die Agentur commotion aus Essen mit der Organisation und Durchführung beauftragt. Insgesamt sicher keine alltägliche Vorgehensweise, aber bis jetzt hat es viel Spaß gemacht. Und die Resonanz in den Verlagen und der Erfolg bei den Anmeldungen gibt uns Recht.

NEWSROOM: Sie haben ein vollgepacktes Rahmenprogramm mit vielen Vorträgen zusammengestellt. Auf welchen Redner freuen Sie sich ganz besonders?

Karl Friedrich Trespe: Mein Favorit ist die Podiumsdiskussion „Zeitungszustellung in den nächsten 10 Jahren“. Der Moderator, Christian Eggert vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, hat einen interessanten Kreis an Gesprächsteilnehmern zusammengestellt. Wir als Unternehmen beschäftigen uns sehr intensiv mit den Fragestellungen rund um die Verlagslogistik und die Zeitungszustellung. Ich bin sehr gespannt, was wir aus dieser Diskussion mit führenden Logistikern der Branche für unsere Lösungen mitnehmen können. Allein das Thema Stundenlohn wird in den nächsten Jahren die Sicht auf die Logistik in den Verlagen deutlich verändern. Darüber hinaus freue ich mich auf viele weitere Vorträge und Diskussionen mit Kollegen. Redaktionelle Workflows, digitale Medienproduktion, mobile Devices im Außendienst, Mobile Publishing, Cloud-Lösungen für Verlage – das Spektrum ist breit.

NEWSROOM: Christian Jakubetz hält die Keynote. Glauben Sie wirklich, dass der profilierte Journalist die Situation in den Medienhäusern samtweich beleuchten wird?

Karl Friedrich Trespe: Herr Jakubetz hat sich intensiv mit einer der aktuell wichtigsten Fragen der Branche auseinandergesetzt: Wie verändert sich der Journalismus durch die Digitalisierung von Inhalten und Medien und was bedeutet das für das Verlagsgeschäft? Er hat aufgezeigt, welche Anforderungen sich für die Medienunternehmen ergeben. „Samtweich“ muss die Darstellung gewiss nicht sein, etwas Pfeffer hat einer Diskussion noch selten geschadet. Unter den Ausstellern ist eine Reihe von Unternehmen, die den crossmedialen Journalismus durch entsprechende Produkte unterstützen – das passt also bestens zusammen.

Mit Karl Friedrich Trespe, Geschäftsführer der sabris ag und Mit-Organisator der media.expo, sprach NEWSROOM-Chefredakteur Bülend Ürük.

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