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Unternehmen vom 09.09.2012

Gruner + Jahr: Wirtschaftsmedien machen dieses Jahr bis zu 10 Millionen Euro Verlust

Auf die Berufung von Julia Jäkel, 40, in den Vorstand von Gruner + Jahr werden weitere Personalien folgen, meldet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Zudem geraten die Wirtschaftsmedien erneut in die Diskussion. Droht ihnen jetzt doch das Aus?

Hamburg - Als eine ihrer ersten Amtshandlungen will Jäkel in Kürze einen Digitalchef ernennen. Heißester Kandidat soll Vermarktungschef Stan Sugarman sein.

Mit der neuen Position will Jäkel eine der größten Baustellen des Verlags am Baumwall in Hamburg angehen: Über die digitale Strategie war es zum Zerwürfnis zwischen G+J und dem Mutterkonzern Bertelsmann gekommen. G+J-Chef Bernd Buchholz hatte daraufhin den Verlag verlassen.

Jäkel hat Bertelsmann die Zusage abgehandelt, dass der Verlag in Geschäfte wie E-Commerce investieren kann. Wettbewerber wie Springer und Burda erzielen damit schon über 30 Prozent ihres Umsatzes.

Im Kerngeschäft kommen auf Jäkel harte Entscheidungen zu. Die Wirtschaftsmedien ("Capital", "Financial Times Deutschland") machen dieses Jahr wohl bis zu zehn Millionen Euro Verlust.

In einer Aufsichtsratssitzung im November soll es darum gehen, ob und in welcher Form die Blätter weitergeführt werden. Zur Debatte steht eine Umstellung auf bezahlte Digitalausgaben. Dafür sind Millioneninvestitionen nötig, schwarze Zahlen wären wohl erst in drei Jahren zu erwarten.

"Wenn das Konzept die Gesellschafter nicht überzeugt, war es das", heißt es im Haus.

Auch beim Flaggschiff "Stern" stehen Veränderungen an: Unter dem Projektnamen "Nordwind" wurde ein Konzept für eine Modernisierung erarbeitet.

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