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Print vom 14.09.2012

Wie sorglos Firmen und Behörden mit ihren Dokumenten umgehen

Wie leicht Original-Dokumente von Firmen heute gefälscht werden können, beweist der Kölner Journalist und Hochschul-Dozent Frank Überall.

Berlin - Täglich landen in den Email-Postfächern von Journalisten Pressemitteilungen, Aussendungen, Lob und Tadel. Dabei verzichten manche Pressesprecher auf die Sorgfalt. Was als Email versandt wird, genießt leider manchmal immer noch nicht die Priorität wie eine Nachricht per Post oder Fax (das ist das Gerät neben dem Telefon, aus dem wie beim Drucker bedrucktes Papier herauskommt).

Der Kölner Journalist Frank Überall ist Politikwissenschaftler und befasst sich intensiv mit Netzwerk- und Korruptionsforschung,  mit Fragen politischer Kultur und des Extremismus. Überall greift  die Sorglosigkeit ironisch auf und nutzt gekonnt eine Pressemitteilung einer Bundesbehörde, um deutlich zu machen, wie schnell heute im Internet gefälscht werden kann.

Auf der Website vom Politikinstitut erklärt Überall, dass er eine Presseinformation erhalten habe, die zwar nicht ganz echt sei: "Aber sie zeigt, dass so manche Bundesbehörde gerne die eigene Vorsicht fahren lassen, wenn sie Pressemitteilungen im Word-Format an den großen Verteiler verschicken. Ein pdf zu fälschen, ist schon schwierig. Eine Word-Datei zu verändern und sie zum pdf zu machen, kann jeder Grundschüler - und eben Frank Überall . . ."

Wenn selbst Profis unter den Pressesprechern Originaldokumente versenden, wie sollen es eigentlich Nicht-Medienprofis schaffen, im Internet Originalunterlagen von Kopien zu unterscheiden?

Bülend Ürük

NEWSROOM-Tipp: Zur Seite von Frank Überall und zum gefälschten Dokument, ausgerechnet übrigens vom Bundesamt für Verfassungsschutz.

 

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