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Print vom 17.09.2012

Patt Dichand-WAZ lähmt Mediaprint

"Da haben wir ein Riesenproblem" – Der Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, Erwin Hameseder, beklagt den längjährigen Streit zwischen den Hälfteeigentümern der österreichischen "Kronen Zeitung" und dem deutschen Medienkonzern WAZ.

Wien - Der neue Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, Erwin Hameseder, beklagt den längjährigen Streit zwischen den Hälfteeigentümern der österreichischen "Kronen Zeitung", also der Familie Dichand und dem deutschen Medienkonzern WAZ. "Da haben wir ein Riesenproblem", erklärt er in einem Interview für die Medienfachzeitschrift „Der österreichische Journalist“, deren neue Ausgabe am Mittwoch erscheinen wird.

Er bezieht sich auf die schwache Ertragssituation der Mediaprint, in der die "Kronen Zeitung" und die mehrheitlich zu Raiffeisen gehörige Tageszeitung „Kurier“ ihre Verlagsgeschäfte gemeinsame abwickeln und auch verrechnen. "Wenn wir ordentliche Entscheidungen schon getroffen hätten oder für die Zukunft treffen würden, könnte der ausschüttbare Gewinn der Mediaprint mindestens dreimal so hoch sein wie derzeit", klagt Hameseder. Die Auseinandersetzungen zwischen den "Krone"-Hälfteeigentümer – sie dauern schon mehr als zehn Jahre – wirkten jedoch lähmend.

Andere Beteiligungen Raiffeisens an SAT1 oder der mehrheitlich zu Gruner+Jahr gehörigen Verlagsgruppe News seien gut auf Schiene, weil es auf Eigentümerebene hervorragend funktioniere. Als "Brückenbauer" hätten Hameseder und sein Vorgänger Christian Konrad intensive Kontakte auch zur Familie Dichand und der WAZ geknüpft. "Alle diese Gespräche sind im Nichts verlaufen. Wir wissen nicht, was dahinter vorgeht. Es gab auch keine Anteilsverschiebungen, dass einer gesagt hätte, ich kaufe dem anderen die Anteile ab." Dieser Zustand belaste die Geschäftsführungen. Raiffeisen stellt sich darauf ein, dass das mit 20,4 Millionen Euro bezifferte EGT der Mediaprint vom Geschäftsjahr 2010/11 nicht mehr zu erreichen sei. "Unser Ziel wäre aber schon, dass auf das eingesetzte Kapital eine Rendite von acht bis zehn Prozent herauskommt. Bei der Mediaprint hatten wir schon Renditen von 13 bis 15 Prozent, da sind wir heute weit weg davon."

Bestellung: vertrieb@oberauer.com    
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Kontakt: georg.taitl@oberauer.com

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