Recht vom 30.09.2012
Kirch-Prozess: Deutsche Bank will Liquidität sehen
Haben die Erben von Leo Kirch noch genügend Geld, um die Prozesskosten bei einer Niederlage zu bezahlen? Diese Frage wirft die Deutsche Bank auf.
München - Auf Antrag des Geldinstituts hat das Oberlandesgericht München die Kirch-Gesellschaft KGL Pool aufgefordert, bis Anfang dieser Woche nachzuweisen, dass sie im Falle einer Niederlage überhaupt die Prozesskosten tragen könnte. Das meldet "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe.
KGL Pool-Geschäftsführer Hans Erl muss nun 1,55 Millionen Euro oder entsprechende Sicherheiten hinterlegen. Das könnten zum Beispiel auch per Grundbucheintrag nachgewiesene Immobilien sein. Die Deutsche Bank hatte angezweifelt, dass die Kirch-Erben finanziell in der Lage sind, den Prozess zu führen. Kirchs Nachlass ist mit 60 Millionen Euro Steuerschuld belastet.
Haben seine Erben mit der Schadensersatzklage gegen die Deutsche Bank Erfolg, könnten sie die Schulden indes leicht begleichen: Sie verlangen von dem Finanzkonzern mindestens 2 Milliarden Euro. Die Verhandlung wird am 8. Oktober fortgesetzt.