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Vermischtes vom 19.10.2012

Bundesinnenminister Friedrich lobt deutsche Anzeigenzeitungen

Viel Lob vom Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich gibt es für die deutschen Anzeigenzeitungen. "Das Erfolgsmodell der Anzeigenblätter ist es, den Bürgern lokale Informationen zu vermitteln, die sie für ihr tägliches Leben nutzen können“, so Friedrich bei der Festveranstaltung „25 Jahre BVDA“. Zum neuen BVDA-Präsidenten wählten die erfolgreichen Anzeigenblattverleger Alexander Lenders vom Branchenriesen Weiss aus Monschau.

Berlin - Im Werbemarkt profitierten besonders kleine und mittelständische Unternehmen, der lokale Handel und das Handwerk von den Anzeigenblättern und ihrer Medialeistung. Dort sei Werbung zu akzeptablen Preisen buchbar, in vielen anderen Mediengattungen sei für diese Zwecke der Streuverlust zu hoch. Für diesen Einsatz als Motor für den Mittelstand dankte der Bundesinnenminister den Verlegern und kaufmännischen Entscheidern der Wochenblätter.

Auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels komme den kostenlosen Wochenzeitungen eine besondere Aufgabe zu: „Die Anzeigenblätter leisten einen wichtigen Beitrag, bürgerschaftliches Engagement  publik zu machen. Wer Zeit, Geld und Energie aufbringt, um sich für die Gemeinschaft einzusetzen, findet in diesem Medium eine wichtige Plattform für seinen ehrenamtlichen Einsatz“, sagte Friedrich. Vor allem die lokale und sublokale Ausrichtung in der Berichterstattung prädestiniere das kostenlose Wochenblatt quasi als Medienpartner für jegliche Form des Bürgerschaftlichen Engagements vor Ort.  Für das Gemeinschaftsleben der Bürgerinnen und Bürger wirkten die Wochenblätter in diesem Sinne als Identitätsstifter. Die lokale Berichterstattung komme einer gesellschaftlichen Anerkennung gleich.

Der neu gewählte BVDA-Präsident Alexander Lenders eröffnete am Freitagmorgen das Anzeigenblattforum 2012. Er lud die Mitgliedsverlage ein, gemeinsam die Herausforderungen der Branche anzugehen. Dazu gehöre vor allem, die lokale Kompetenz der Verlage auch ins Netz zu verlagern. Als neu gewählter Präsident sei es ihm zudem wichtig, weiterhin die Anliegen der kleinen Verlage ernst zu nehmen und ihre Bedeutung für den BVDA hervorzuheben.

Die Mitgliedersammlung wählte den 46-Jährigen im Rahmen der BVDA-Herbsttagung am Donnerstag als Nachfolger von Helmut Gebauer. Lenders ist seit 2004 Verlagsleiter beim Weiss-Verlag in Monschau und hatte sich bereits im BVDA-Hauptausschuss für den Verband engagiert.

Als Vizepräsidenten wurden Michael Simon und Egon Timm neu gewählt. Sie folgen auf Adam Jürgen Bergmaier, München, und Helmut Lanio, Monschau, die nicht erneut kandidierten. Simon ist Verlagsleiter bei der Werbe-Spiegel-Verlag GmbH & Co. KG in München, Timm ist Geschäftsführer der SÜWE Vertriebs- und Dienstleistungs-GmbH & Co. KG in Ludwigshafen. In ihrem Amt als Vizepräsidenten wiedergewählt wurden der Geschäftsführer der Zeitungsverlag Aachen GmbH, Andreas Müller, und Ulrich Schamuhn, Geschäftsführer der Tochtergesellschaften der Rheinischen Anzeigenblatt GmbH & Co. KG (RAG).

Für seine langjährigen Verdienste um den BVDA wurde Helmut Gebauer zum Ehrenmitglied des Präsidiums gewählt. In einem Rückblick auf „25 Jahre BVDA“ zog Gebauer Bilanz: Der Aufstieg der Wochenblätter zum drittgrößten Werbeträger in Deutschland mit über zwei Milliarden Euro Nettowerbeumsatz sei ganz maßgeblich vom BVDA begleitet und auch geprägt worden.

 

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