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Print vom 20.11.2012

Voller Erfolg: "Schwäbische Zeitung" mit völlig neuem Blickwinkel

Für einen Tag hatte die größte Tageszeitung Baden-Württembergs eine Chefredakteurin. Rachel Dalumpines nahm Platz auf Hendrik Groths Posten. Möglich machte das die bundesweit einzigartige Kooperation zwischen "Schwäbische Zeitung" und dem UN-Kinderhilfswerk Unicef.

Leutkirch - Seinen Posten hat Hendrik Groth gerne für Rachel und ihr Nachwuchsteam  geräumt: „Das hat großen Spaß gemacht.“ Zudem habe er großes Vertrauen in die Schüler gehabt: „Wir erhofften uns eine Zeitung mit völlig neuem Blickwinkel, und das ist den Nachwuchsschreibern sehr gut gelungen.“

Die Nachwuchsjournalisten schrieben Texte, machten Fotos, kommentierten das Tagesgeschehen und setzten ihre Themen im Layout um.

Marc Strobel, Onlineredakteur für einen Tag, und Yannick Dillinger, Redakteur für Online und Social Media, haben am Montag zudem über den Tag gebloggt. NEWSROOM dokumentiert die Beiträge vom Profi und vom Nachwuchs.

Blick in die Redaktionskonferenz mit den Nachwuchsjournalistinnen und Journalisten bei der "Schwäbischen Zeitung". Foto: Roland Rasemann

10 Uhr: Die erste Konferenz ist geschafft, die ersten Themen sind besprochen und wir haben schon eine grobe Ahnung, was auf die Titelseite kommen könnte. So viel wird verraten: Die Dienstags-SZ wird verdammt jugendlich gestaltet sein. Wir werden Euch zeigen, was uns wirklich interessiert! (Marc Strobel)

11 Uhr: Die Motivation ist groß und jede(r) gibt ihr/sein Bestes. Die Kollegen vom ZDF und von Radio 7 sind auch da und dokumentieren dieses einmalige Projekt. Alle Jugendlichen haben mit ihrer Arbeit in den Ressorts begonnen. Alles sehr spannend bisher. (Marc Strobel)

12.30 Uhr: Spannung: Gleich werden Rachel Dalumpines und Melanie Hane die Blattkritik übernehmen. Mal sehen, was die Nachwuchsredakteure zur Montags-SZ zu sagen haben. (Yannick Dillinger)

Yannick Dillinger, Redakteur für Online und Social Media, zeigt den Nachwuchsjournalisten Franziska Zeh und Niklas Joser, was bei Facebook und Co. los ist. Foto: Roland Rasemann

13.30 Uhr: Die Tageskonferenz haben wir überstanden. Jetzt wissen wir noch genauer, was in der morgigen Ausgabe stehen wird. In der Wirtschaft wird zum Beispiel Facebook thematisiert, in der Politik erscheint ein Interview mit einem Mann aus dem Ruhrgebiet, der zurzeit mit deutschen Kindern in Israel ist, und im Sport erzählt die sehbehinderte Sportlerin Verena Bentele, was sie für die Zeit nach der Karriere geplant hat. Ihr könnt Euch echt freuen! (Marc Strobel)

15 Uhr: So, Blattkritik und Mittagessen sind abgehakt. Die Jugendlichen waren alles in allem recht gnädig in der Bewertung der Montags-SZ. Eine besondere Anregung hatten sie: mehr Außen-, weniger Innenpolitik. Eine große Überraschung hat Marianna Mink gerade gesagt bekommen: Sie hat gleich ein Interview mit einem Bundesminister. Mit welchem? Steht in der Dienstags-SZ. (Yannick Dillinger)

16.24 Uhr: Wahnsinn: Vorhin hat uns das ZDF gefilmt, eben gerade lief ein Beitrag bei Radio 7 über unseren Aktionstag. Echt spannend - und die Zeitung wird immer voller. Ich bin die ganze Zeit mit dem iPad im Haus unterwegs und sammle Schnappschüsse. Erste Erkenntnis: Ich will auch so ein Gerät! (Marc Strobel)

So sieht die Dienstags-Ausgabe der "Schwäbischen Zeitung" aus.

17.31 Uhr: So langsam nähert sich der Redaktionsschluss - und mancher Artikel ist noch voll im Entstehen. Aber alles wird gut, das glaube nicht nur ich, das glauben auch die anderen Redakteure. Die Interviews sind im Kasten, jetzt müssen die Artikel noch geschrieben werden. Währenddessen sind wir schon mal stolz, dass sogar die Deutsche Presseagentur über uns berichtet hat - und auch die Konkurrenz hat den Aktionstag promotet. (Marc Strobel)

18.45 Uhr: Unser Producer hat mir gerade einen ersten Blick auf die Zeitungsseiten gewährt. Noch fehlen einige Artikel. Aber das, was schon fertig ist, sieht echt gut aus. Mal ganz im Ernst: Das könnte richtig was werden. (Marc Strobel)

19.26 Uhr: Oh man, was für ein spannender Tag - und er ist noch lange nicht vorbei. Die halbfertigen Zeitungsseiten sind von der (neuen) Chefredaktion abgenommen worden, jetzt geht's an den Feinschliff. Mal ein kurzes Zwischenfazit von mir, dem "eigentlichen" Redakteur: Absolut sensationell, was die Jugendlichen hier leisten. Innerhalb von kürzester Zeit rocken die hier mal eine ganze Ausgabe. Respekt!! (Yannick Dillinger)

19.50 Uhr: Geschafft, wir sind wirklich fertig geworden. Alle Seiten sind durch, jetzt geht's an die Korrektoren. Wir machen einen Haken hinter einen tollen Tag. Ich habe alle meine Kollegen interviewt - und alle sind sich einig: Es hat riiiichtig viel Spaß gemacht! Bis bald mal, Marc!

Hintergrund

Die "Schwäbische Zeitung" - Mehrheitsgesellschafter und Freund des gedruckten Wortes: Georg von Waldburg zu Zeil und Trauchburg - hat eine tägliche, verkaufte Auflage von 170.851 Exemplare. Die unabhängige Tageszeitung für christliche Kultur und Politik hat ihre Sitz in Leutkirch im Allgäu.

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