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Print vom 24.12.2012

DJV Hamburg: Schwere Vorwürfe gegen Jahreszeiten-Verlag

Schwere Vorwürfe erhebt der DJV Hamburg gegen den Jahreszeiten-Verlag von Verleger Thomas Ganske (Credo laut Firmenpräsentation: "Wir machen Tiefwurzler. Keine Flachwurzler."). Ausgerechnet beim Sozialplan für die entlassenen Mitarbeiter bei der Szene-Zeitschrift "Prinz" will sich der Verlag laut DJV um die Verantwortung für die Mitarbeiter stehlen.

Hamburg - 60 Mitarbeiter in ganz Deutschland sind von dem Ende des Print-Magazins betroffen (online soll es mit kleinem Team weitergehen). Laut DJV hatte der Jahreszeiten-Verlag in der jüngsten Verhandlungsrunde Abfindungen angeboten, die umgerechnet etwa 0,2 Gehältern pro Beschäftigungsjahr entsprechen würden.

Dies würde nach den Vorstellungen des Jahreszeiten-Verlages für Beschäftigte mit einer Betriebszugehörigkeit von bis zu fünf Jahren eine Abfindung in Höhe von 2500 Euro bedeuten, so der DJV.

„Wer so etwas im Rahmen einer Massenentlassung anbietet, wird seiner sozialen Verantwortung nicht gerecht“, erklärte die DJV-Landesvorsitzende Marina Friedt. „Dies ist kein Sozialplan, dies ist ein Tiefpunkt und schlicht unsozial!“.

Die Gewerkschaft fordert Verleger Ganske in einer Pressemitteilung auf, "eine verantwortungsvolle Haltung einzunehmen und angemessene Abfindungen sicherzustellen".

Zum Jahreszeiten-Verlag gehören Zeitschriften wie "Für Sie", "Petra", "Vital", "Zuhause Wohnen", "Selber Machen", "Architektur & Wohnen", "Der Feinschmecker", "Country" oder "Merian".

Der Jahreszeiten-Verlag (Geschäftsführung: Joachim Herbst, Ingo Kohlschein und Peter Rensmann) war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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