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„Die 500“: Maja Hoock muss die besten Bücher lesen

Wer sind die Kolleginnen, die die Medien bewegen? Newsroom.de präsentiert „Die 500“, Medienmacherinnen aus den verschiedenen Bereichen, bei denen Leidenschaft für Medien mit dem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zusammenkommen. Dazu gehört Maja Hoock.

Berlin - „Am Anfang hatte ich Angst, nach dem Studium hauptberuflich Regale einräumen zu müssen“, sagt Maja Hoock.

Zur Person: Maja Hoock, 26, Autorin und Redakteurin bei Fräulein Magazin, L’Officiel Hommes und freie Autorin für TV, Hörfunk und Print.

 

Mit Vice-Chef Tom Littlewood würde Maja Hoock gerne essen gehen.

 

 

Ausbildungsweg und berufliche Stationen

Studium Internationaler Politikjournalismus und Philosophie in London und Bremen, Master Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin, 12 journalistische Praktika und freie Mitarbeiten bei Weser Kurier, FAS, Kunstaspekte, art-Magazin, 3-Sat Kulturzeit, Goethe-Institut Tokio usw.

Auszeichnung

Stipendiatin der FAZIT-Stiftung für Jungjournalisten

 

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Maja Hoock

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Maja Hoock

 

Welche Erwartungen standen am Auftakt Ihrer beruflichen Laufbahn?

Maja Hoock: Am Anfang hatte ich Angst, nach dem Studium hauptberuflich Regale einräumen zu müssen. Die Medienkrise war jeden Tag Thema an der Uni und wir bekamen ständig gesagt, es wäre Selbstmord, gerade jetzt Journalisten werden zu wollen. Darum war meine Haupt-Ambition, irgendeinen Schreiber-Job zu finden, egal was. Dass es dann doch mehr gab, hat mich wirklich überrascht. Ich denke mittlerweile, es wäre gut gewesen, von jüngeren Dozenten unterrichtet zu werden, die wissen, wie viel Potential im Internet steckt und bin froh, dass jetzt neue Ideen und Crossmedialität gefragt sind. Glück gehabt, es war doch kein Selbstmord.

Was bewegt und motiviert Sie heute in Ihrem Beruf?

Maja Hoock: Heute motivieren mich die Kosmen, die hinter jedem neuen Thema stecken. Ich tauche voll in teils obskure, neue Gebiete ein und zeige sie den Lesern. Außerdem lerne ich die interessantesten Menschen bei Interviews kennen und MUSS beruflich die besten Bücher lesen und Filme sehen. Was soll ich sonst noch sagen?

Wer wäre Ihre Wunschverabredung für ein Geschäftsessen? Was stünde ganz oben auf der Gesprächsagenda?

Maja Hoock: Ich würde gerne mit Tom Littlewood essen gehen. Der Chefredakteur des Vice Magazins beschäftigt sich intensiv mit der Zukunft des Journalismus, weiß, was junge Leser wollen, sieht gut aus und mag vermutlich nur das beste Essen. Ich würde gerne mal einen Film mit ihm machen, zum Beispiel darüber, wie hart es in den meisten Küchen zugeht. Das könnte man vor Ort gleich recherchieren.

 

Newsroom.de präsentiert im Rahmen der Aktion "Die 500" engagierte Medienfrauen aus Journalismus, Verlagswesen, Medienmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, PR und Marketing, aus Print, TV, Web und Hörfunk. Ein Baustein für den Erfolg von Frauen in der Medienbranche ist auch ihre Sichtbarkeit. Diese Sichtbarkeit der Medienmacherinnen wollen wir mit "Die 500" steigern.

 

 

Ein Meilenstein meines bisherigen Lebens war...

Maja Hoock: … meine Zeit in Tokio. Dabei haben sich Themen, Bilder und Texte für ein ganzes Leben angehäuft. Reisen lässt meine Gedanken direkt vom Kopf in den Laptop fließen - liegt wohl an der Bewegung.

Man sagt mir nach, ich sei...

Maja Hoock: … Hedonistin. Ich weiß nie, ob das positiv oder negativ gemeint ist.

Frauen sind die...

Maja Hoock: … Autorinnen, die genauso gut oder schlecht schreiben wie Männer. Man muss sie nur endlich lassen. 

Die Fragen an Maja Hoock stellte Newsroom.de-Chefredakteur Bülend Ürük.