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Nannen-Preise: Julia Jäkel plädiert für freies Wort

Medien müssten unabhängig bleiben und dürften weder vom Staat, einem reichen Gönner einer Partei oder einer Ideologie abhängen, sagte die Gruner+Jahr-Verlagschefin.

Hamburg (dpa) − Bei der Verleihung der Nannen-Preise in Hamburg hat Gruner+Jahr-Verlagschefin Julia Jäkel ein Plädoyer für die Presse- und Meinungsfreiheit gehalten. Ohne sie gebe es keine freie Gesellschaft, sagte Jäkel vor rund 500 Gästen am Mittwochabend in Hamburg. Medien müssten unabhängig bleiben und dürften weder vom Staat, einem reichen Gönner einer Partei oder einer Ideologie abhängen. Journalisten dürften nur einer Sache verpflichtet sein: der Wahrheit, führte die Verlagschefin im kleinen Saal der Hamburger Elbphilharmonie aus.

Für die Verleihung der Nannen-Preise in mehreren journalistischen Kategorien wie Reportage, Dokumentation und Fotografie waren 18 Beiträge nominiert worden. Insgesamt waren rund 1000 Beiträge eingereicht worden. Der Verlag Gruner+Jahr und sein Magazin „Stern“ vergeben die undotierten Auszeichnungen seit 2005 in Erinnerung an den Magazin-Gründer Henri Nannen (1913-1996).

„Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, dass sich die bessere Einsicht durchsetzt“, sagte Jäkel. „Im Weißen Haus sitzen Menschen, die uns alle hier für Produzenten von Fake News halten“, konstatierte Jäkel mit Blick auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Sie hätte nicht gedacht, dass sie ihre Sätze zur Meinungsfreiheit noch einmal mit so großer Besorgnis aussprechen müsste, ergänzte Jäkel.

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