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dpa

ARD und Produzentenallianz ziehen Konsequenzen aus „MeToo“-Debatte

Beide nahmen eine Vertragsklausel gegen sexuelle Gewalt und Belästigung in ihre Leitlinien für Transparenz und Antikorruption auf.

Leipzig (dpa) − Die ARD und die Allianz der Filmproduzenten haben Konsequenzen aus der „MeToo“-Debatte gezogen. Sie nahmen eine Vertragsklausel gegen sexuelle Gewalt und Belästigung in ihre gemeinsamen Leitlinien für Transparenz und Antikorruption auf, wie der MDR am Dienstag in Leipzig mitteilte. Darin heißt es: „Die ARD-Landesrundfunkanstalten und die Produzenten werden jeglicher Form von sexueller Gewalt, Missbrauch und sexualisierter Belästigung entgegenwirken und jeweils erforderliche Maßnahmen zum Schutz Betroffener sowie zur Aufarbeitung und Prävention sicherstellen.»

Die neue Klausel für die Produktionsverträge mache deutlich, dass es in der Branche keinerlei Toleranz für Sexismus geben dürfe, erklärte MDR-Chefin und ARD-Filmintendantin Karola Wille. Die Passage schaffe Sicherheit im Umgang mit dieser Thematik für alle Beteiligten, teilte Alexander Thies, Vorsitzender der Produzentenallianz, mit.

Die „MeToo“-Debatte hatte sich am Fall des Hollywoodmoguls Harvey Weinstein entzündet. Zahlreiche Schauspielerinnen warfen ihm Missbrauch und Belästigung vor. Weinstein ist in Amerika inzwischen wegen Vergewaltigung angeklagt worden.

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