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Chemnitz: ARD-Vorsitzender fordert besseren Schutz für Journalisten

Bei Teilen der Demonstranten herrsche ein „gewisses Feindbild von Berichterstattern“ vor, die Bedrohungslage sei beachtlich.

Berlin (dpa) − Nach Angriffen auf Reporter am Rande von Demonstrationen in Chemnitz hat die ARD einen besseren Schutz für Journalisten gefordert. Immer wieder seien bei solchen Anlässen Berichterstatter verbalen Übergriffen, Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt, sagte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm am Mittwoch nach der Hauptversammlung des Senderverbunds in Berlin.

Bei Teilen der Demonstranten herrsche ein „gewisses Feindbild von Berichterstattern“ vor, die Bedrohungslage sei beachtlich. Es sei gemeinsame Aufgabe des Staates und der Redaktionen, dass Berichterstattung und Informationsfreiheit gesichert blieben und Reporter ohne Angst arbeiten könnten.

Wilhelm, der Intendant des Bayerischen Rundfunks ist, bleibt ein weiteres Jahr ARD-Vorsitzender. Stellvertreterin bleibt die MDR-Intendantin Karola Wille, wie die ARD-Hauptversammlung beschloss.

Bei den Protesten in Chemnitz nach einer tödlichen Messerattacke auf einen 35-jährigen Deutschen Ende August, an denen sich auch Rechtsextremisten und Hooligans beteiligten, war es zu Übergriffen auf Polizisten, Journalisten und Ausländer gekommen.