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dpa

Deutsche Welle hofft eines Tages auf Rückkehr nach Moskau

Die DW-Journalisten müssen derzeit im Exil im lettischen Riga arbeiten. Anfang Februar hatte Russland die Schließung des Moskauer Büros der Deutschen Welle verfügt.

Bonn (dpa) − Der deutsche Auslandssender Deutsche Welle (DW) hofft eines Tages auf die Wiederaufnahme der Berichterstattung direkt aus Moskau. DW-Intendant Peter Limbourg sagte am Montag zum Auftakt einer vom Sender ausgerichteten internationalen Medienkonferenz in Bonn, er sei sicher, dass man eines Tages zurück in Moskau sei.

 

Die DW-Journalisten müssen derzeit im Exil im lettischen Riga arbeiten. Anfang Februar hatte Russland die Schließung des Moskauer Büros der Deutschen Welle verfügt. Es gab ein Sendeverbot. Mitarbeiter mussten ihre Akkreditierungen abgeben.

 

Der Schritt Russlands war eine Reaktion auf ein Sendeverbot der deutschen Medienregulierer für das deutschsprachige TV-Programm RT DE des russischen Staatsmediums RT gewesen. RT hatte keine Rundfunkzulassung beantragt. Eine Zulassung in Deutschland ist aber zwingend notwendig, um einen bundesweiten Sender zu betreiben. Die EU hatte später die Verbreitung der russischen Staatsmedien RT und Sputnik in der gesamten EU verboten. RT etwa steht in der Kritik, Propaganda des Kremls und Desinformation zu verbreiten.