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dpa

Funke Mediengruppe bleibt bei Rückzug aus Verlegerverband

„Wir haben den von uns angestoßenen Reformprozess im BDZV konstruktiv und engagiert begleitet und freuen uns sehr über manche Fortschritte. Trotzdem erscheint es uns verfrüht, zurzeit eine neue Mitgliedschaft zu beantragen“, teilte Funke mit.

Essen/Berlin (dpa) − Die Funke Mediengruppe hält an ihrem Rückzug aus dem Zeitungsverlegerverband BDZV fest. Das Medienhaus in Essen teilte am Freitag auf Anfrage mit: „Wir haben den von uns angestoßenen Reformprozess im BDZV konstruktiv und engagiert begleitet und freuen uns sehr über manche Fortschritte. Trotzdem erscheint es uns verfrüht, zurzeit eine neue Mitgliedschaft zu beantragen.“ Zuerst hatte das Fachmedium „Horizont“ darüber berichtet.

 

Im Frühjahr war bekanntgeworden, dass das Medienhaus vorhatte, seine Mitgliedschaft fristgerecht im Sommer zu kündigen. Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) teilte auf Anfrage mit: Funke habe fristgerecht gekündigt und werde im kommenden Jahr folglich nicht mehr Mitglied sein.

 

Von Funke hieß es zugleich weiter: „Wir beobachten die Entwicklung des Verbandes weiter aufmerksam und mit Sympathie.“ Die Mediengruppe zählt zu den großen Verlagshäusern in Deutschland und hat zahlreiche Regionalzeitungen im Portfolio, darunter sind zum Beispiel die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ) und das „Hamburger Abendblatt“.

 

Der BDZV hatte in den vergangenen Monaten die Modernisierung der Verbandsstruktur mit einem Umbau an der Spitze angestoßen. Im Mai hatte Verbandspräsident und Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner mitgeteilt, sein Amt vorzeitig ab Herbst in neue Hände zu geben. Er hatte seinen Schritt unter anderem mit dem Wachstum Springers in den USA begründet. Davor hatte es innerhalb des Verlegerverbands Unruhe und zum Teil auch öffentlich geäußerte Kritik an Döpfner bis hin zu Rücktrittsforderungen gegeben. Funke zählte zu den Kritikern.