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Österreichischer Journalist in Ankara festgenommen

Der Vorwurf lautet auf Unterstützung terroristischer Organisationen.

Wien/Ankara − Der österreichische Journalist, Student und Autor Max Zirngast wurde gestern gegen fünf Uhr laut Angaben seiner Redaktion re:volt magazin gemeinsam mit anderen in Ankara festgenommen. Der Vorwurf lautet auf Unterstützung terroristischer Organisationen.


Die Redaktion vermutet einen Zusammenhang mit „politischen Publikationen“. „Das ist auf das Schärfste zu verurteilen!“, so die Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, Rubina Möhring. Reporter ohne Grenzen fordert die unmittelbare Freilassung von Max Zirngast.


Der Student der Politikwissenschaft befasst sich mit politischen Theorien und schrieb Beiträge in Büchern wie „Kampf um Kobanê“, die sich kritisch mit der Beziehung der PKK mit der Türkei auseinandersetzen.

 

„Andere politische Meinungen dürfen nicht Grundlage für Verhaftungen oder Einschüchterungen sein! In der Türkei passiert das gerade aber zunehmend“, so Möhring. Derzeit sitzen nirgends so viele professionelle JournalistInnen in Haft wie in der Türkei.

 

Die Türkei befindet sich auf der Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 155 von 180 Ländern. Die bereits besorgniserregende Situation wurde unter der Notstandsverordnung, die nach dem Putschversuch im Juli 2016 verhängt wurde, nochmals kritischer. Rund 150 Medienhäuser wurden geschlossen und Massenprozesse abgehalten.