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ZDF-Intendant: Noch keinen Verleger klagen gehört

„Ich habe noch keine einzige Klage von einem Verleger oder Chefredakteur gehört, wir vom ZDF würden mit unserem Angebot im Netz Verlagsangebote konterkarieren, Geschäftsmodelle zerstören“, sagte Thomas Bellut.

Berlin (dpa) − ZDF-Intendant Thomas Bellut hat nach eigenen Worten noch nie eine Beschwerde eines deutschen Verlags gehört, ARD und ZDF seien im Internet zu umtriebig. „Ich habe noch keine einzige Klage von einem Verleger oder Chefredakteur gehört, wir vom ZDF würden mit unserem Angebot im Netz Verlagsangebote konterkarieren, Geschäftsmodelle zerstören“, sagte Bellut in einem Gespräch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Wir haben uns in den Textbeiträgen auf unserer Internetseite zurückgenommen, was sich nicht immer positiv auf unseren Erfolg auswirkt.»

Mathias Döpfner, Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), hatte beim BDZV-Jahreskongress in Stuttgart im September das Engagement der öffentlich-rechtlichen Sender mit Blick auf digitale Angebote kritisiert. Döpfner sprach von „einer gebührenfinanzierten digitalen Staats-Presse, die den Wettbewerb verzerrt und uns Presseverlagen kaum Entfaltungsmöglichkeiten lässt.»

Seit Jahren kämpfen die privaten Verleger gegen die Präsenz von ARD und ZDF im Netz. Denen ist es laut Rundfunkstaatsvertrag nicht gestattet, „nicht sendungsbezogene, presseähnliche“ Angebote im Internet zu verbreiten.

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