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«Wir haben uns von niemandem vor den Karren spannen lassen», sagte Brender.
Hamburg (ddp). ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender hat die Berichterstattung seines Senders über die Razzia beim damaligen Postchef Klaus Zumwinkel verteidigt. «Wir haben uns von niemandem vor den Karren spannen lassen», sagte Brender dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». Die Redaktion hätte vielmehr «ihre journalistische Pflicht verletzt, wenn sie dem Hinweis nicht nachgegangen wäre», betonte er in dem am Samstag vorab verbreiteten Beitrag.
Die Unterstellung, das ZDF habe sich in den Dienst der Staatsanwaltschaft begeben, gehe davon aus, dass der Tipp von Staatsanwälten gekommen sei, fügte Brender hinzu. Der Kreis derer, die über die Aktion Bescheid gewusst hätten, sei jedoch viel größer gewesen. Zudem betonte Brender, dass das ZDF seinem Informanten kein Geld gezahlt habe. Der Sender war den Angaben zufolge über die Aktion am 14. Februar noch vor Zumwinkel selbst informiert und mit einem Ü-Wagen vor Ort gewesen.
Gegen Zumwinkel wird wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt. Er war deswegen von seinem Posten als Vorstandschef der Deutschen Post zurückgetreten.