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Print vom 27.07.2012

BJV: Kooperation der Nürnberger Blätter gefährdet lokale Vielfalt

Wolfgang Stöckel, Vorsitzender vom "Bayerischen Journalisten-Verband", warnt davor, die redaktionelle Eigenständigkeit aufzugeben und dem wirtschaftlichen Ertrag zu opfern.

München - Die geplante Zusammenarbeit der Redaktionen von "Nürnberger Nachrichten" (NN) und "Nürnberger Zeitung" (NZ) darf nicht zu Lasten der Meinungs- und Informationsvielfalt in der Region gehen. Das betonte der BJV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Stöckel in einer Stellungnahme.

Bisher habe Verleger Bruno Schnell stets auf die traditionelle Unabhängigkeit der Zeitungstitel geachtet, die beide im Nürnberger Presse Druckhaus herausgegeben werden. Wenn künftig inhaltlich identische Seiten in den Ressorts Wirtschaft, Kultur und Region erschienen, werde damit die redaktionelle Eigenständigkeit der Nürnberger Zeitung scheibchenweise aufgegeben und dem wirtschaftlichen Ertrag geopfert.

Der BJV fordert den Verlag Nürnberger Presse Druckhaus auf, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. „Wenn Stellen in der NZ-Redaktion abgebaut werden müssen, hat dies sozialverträglich zu geschehen“, sagte Wolfgang Stöckel. Der BJV-Vorsitzende befürchtet, dass der geplante Stellenabbau zu einer Arbeitsverdichtung für die übrigen Redakteure und zu weniger Qualität in der Berichterstattung führen könnte. „Die Redakteure und freien Mitarbeiter in Nürnberg und in der Region dürften nicht Opfer der zu erwartenden Sparmaßnahmen werden!“.

Der BJV will die weitere Entwicklung bei den Nürnberger Tageszeitungen kritisch beobachten.

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