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Print vom 24.01.2013

Thomas Knüwer: "Betreibe jetzt Journalismus auf Hobbyniveau"

Weil er immer weniger Zeit für journalistische Projekte findet, hat sich Thomas Knüwer als Editor-at-Large von der deutschen "Wired"-Ausgabe verabschiedet.

Düsseldorf - Thomas Knüwer, Inhaber der digitalen Strategieberatung kpunktnull in Düsseldorf, und früherer Ressortleiter beim "Handelsblatt", hatte die Erstausgabe (Auflage: 160.000 verbreitete Exemplare) der deutschen "Wired" Ende 2011 als Chefredakteur verantwortet.

Schon die zweite Ausgabe verantwortete Alexander von Streit als Chefredakteur, der Verlag Condé Nast Deutschland machte Thomas Knüwer zum Editor-at-Large, der Düsseldorfer Journalist fungierte im vergangenen Jahr als Autor, Ideen- und Ratgeber für das "Wired"-Redaktionsteam.

Thomas Knüwer: Kein Editor-at-Large bei "Wired Deutschland" mehr.

Im Gespräch mit NEWSROOM erklärte Knüwer, dass der Hauptgrund für seinen Rückzug als Editor-at-Large Zeitmangel und der Wachstum seiner Beratungsfirma sei.

"Wired war für mich ein Hobby. Ich konzentriere mich jetzt auf Sachen, mit denen ich Geld verdienen kann", so Knüwer, der betonte, dass es keinen Streit zwischen ihm und der Münchener Niederlassung des amerikanischen Verlagsriesen gegeben habe: "Ich betreibe jetzt Journalismus auf Hobbyniveau, mehr Zeit bleibt mir einfach nicht".

Die deutsche "Wired" soll nach Verlagsangaben auch 2013 zweimal erscheinen. Die Frühjahrsausgabe wird für den 7. März 2013 angekündigt. Das Technologiemagazin erscheint seit 1993 monatlich in den USA. In Deutschland gibt es auch eine iPad-Ausgabe.

Bülend Ürük

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