Journalistenpreise
Newsroom – Georg Taitl

Daphne-Caruana-Galizia-Preis für Recherche über Italiens Migrationsabkommen

Giacomo Zandonini und Maite Vermeulen haben 18 Monate lang zum Migrationsabkommen zwischen Italien und Albanien recherchiert. Dafür erhalten sie den mit 20.000 Euro dotierten Daphne-Caruana-Galizia-Preis für Journalismus 2026.

Straßburg – Der Daphne-Caruana-Galizia-Preis für Journalismus 2026 geht an Giacomo Zandonini aus Italien und Maite Vermeulen aus den Niederlanden. Ihre auf der niederländischen Plattform „De Correspondent“ veröffentlichte Recherche untersucht das Migrationsabkommen zwischen Italien und Albanien. Wie das Europäische Parlament mitteilt, wurde der Preis am Mittwoch in Straßburg verliehen.

 

Die beiden Journalisten recherchierten 18 Monate lang, stellten mehr als 30 Informationsfreiheitsanfragen in sechs europäischen Ländern und befragten Beschäftigte, Migranten, Anwälte und Regierungsvertreter. Dabei stießen sie auf erhebliche Hindernisse: Der Zugang zu den von Italien betriebenen Zentren in Albanien wurde ihnen verweigert, grundlegende Informationen über die dort festgehaltenen Menschen blieben unter Verschluss.

 

An der ausgezeichneten Arbeit waren auch Bildredakteurin Bebe Blanco Agterberg, Informationsdesignerin Sharon Coone und Fotograf Francesco Bellina beteiligt. Insgesamt gingen 344 Beiträge für den Preis ein, aus denen eine unabhängige Jury zehn Finalisten und schließlich die Siegerrecherche auswählte.

 

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis erinnert an die maltesische Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia, die 2017 durch eine Autobombe ermordet wurde. Er wird jährlich vom Europäischen Parlament für journalistische Arbeiten vergeben, die grundlegende Werte der Europäischen Union verteidigen.

 

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