Stuttgart – Die frühere SWR-Journalistin und Fernsehmoderatorin Jacqueline Stuhler ist tot. Sie starb am 24. Oktober 2026 im Alter von 70 Jahren in Friolzheim im Enzkreis nach langer, schwerer Krankheit. Das bestätigte ihr Ehemann, wie der SWR mitteilt.
„Jacqueline Stuhler war eines der prägenden Gesichter des SWR. Sie hat genau hingehört, die Menschen ernst genommen und auch komplexe Themen verständlich gemacht. Mit ihr verlieren wir eine kluge Journalistin und zugewandte Moderatorin“, sagt SWR-Intendant Kai Gniffke.
Von der Politikberichterstattung zum „ARD-Buffet“
Stuhler wurde am 23. April 1956 in Lindau geboren und wuchs am Bodensee auf. Nach einem Volontariat bei der „Nürnberger Zeitung“ und einem Studium der Theaterwissenschaft in Erlangen begann sie 1980 als Reporterin beim Bayerischen Rundfunk. Dort moderierte sie unter anderem die Jugendsendungen „Zündfunk“ und „Live aus dem Alabama“. Zudem arbeitete sie für den WDR und war mit der Kindersendung „Links und rechts vom Äquator“ in der ARD zu sehen.
1990 übernahm Stuhler die Leitung der Innenpolitikredaktion beim damaligen Süddeutschen Rundfunk (SDR). Sie verantwortete die Sendungen „Pro und Contra“ und „Schlaglicht“, die sie auch moderierte.
1998 gehörte sie zum Gründungsteam der ARD-Ratgebersendung „ARD-Buffet“. Elf Jahre lang war sie als Moderatorin der Sendung im Ersten zu sehen.
Zwischen 2000 und 2008 führte Stuhler im „SWR Wortwechsel“ Interviews mit prominenten Persönlichkeiten. Außerdem prägte sie das landespolitische Magazin „Ländersache“ im SWR Fernsehen für Baden-Württemberg. Von 2009 bis 2011 moderierte sie die Gesprächsreihe „Leben! Was Menschen bewegt“ beim damaligen ARD-Digitalkanal Einsplus.
Für ihre journalistische Arbeit wurde Stuhler mehrfach ausgezeichnet. 1982 erhielt sie den Ernst-Schneider-Preis für Wirtschaftsjournalismus, 2001 den Hans-Bausch-Mediapreis.
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Jacqueline Stuhler (Foto: SWR/Alexander Kluge)