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dpa - Deutsche Presseagentur GmbH

Breite Unzufriedenheit über Parteilichkeit von Medien

In einer Umfrage des Washingtoner Pew-Instituts unter fast 42 000 Menschen in 38 Ländern sagten im Schnitt nur 52 Prozent der Befragten, ihre Medien berichteten fair über politische Ereignisse.

Washington (dpa) − Politische Voreingenommenheit von Medien wird von vielen Nutzern weltweit als störend und problematisch beschrieben. In einer Umfrage des Washingtoner Pew-Instituts unter fast 42 000 Menschen in 38 Ländern sagten im Schnitt nur 52 Prozent der Befragten, ihre Medien berichteten fair über politische Ereignisse. Drei Viertel der Befragten gaben an, Parteilichkeit der Medien sei inakzeptabel. Die Studie wurde am Donnerstag veröffentlicht.

 

Generell ist die Zufriedenheit mit den Medien größer. Im Schnitt empfinden fast drei Viertel (73 Prozent) die Berichterstattung über die wichtigsten Themen als gut. Bei der Frage, als wie korrekt die Berichte wahrgenommen werden, sinkt der Wert auf 62 Prozent. Sind Regierungen das Thema, sind es nochmals drei Punkte weniger.

 

In den politisch besonders gespaltenen USA gaben überraschende 78 Prozent an, Medien sollten niemals eine Partei bevorzugen. Noch größer ist diese Abneigung in Europa ausgeprägt, besonders stark ist sie in Spanien (89 Prozent) und Griechenland (88 Prozent).

 

In nur fünf Ländern liegt der Anteil derer, die Parteilichkeit der Medien akzeptabel finden, bei über 30 Prozent: Dies sind Israel, Indien, die Philippinen, Südkorea und Kolumbien.

 

Das Interesse an Nachrichten bleibt der Umfrage zufolge grundsätzlich hoch. Es ist weiter umso höher, je näher Ort oder Gegenstand der Berichterstattung der eigenen Heimat sind. Nationale und regionale oder lokale Themen sind für durchschnittlich 86 Prozent interessant. Wird über andere Länder berichtet, sinkt dieser Schnitt rapide auf nur 57 Prozent ab.

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