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Mobilfunkanbieter legen Jugendschutz-Selbstverpflichtung vor

Mobilfunkanbieter wollen Jugendschutz-geeignete Handys auf den Markt bringen, bei denen auch der Versand von Dateien über die Übertragungsmöglichkeit «Bluetooth» gesperrt werden kann.

Mainz (ddp) - Die Jugendministerien der Bundesländer und die sieben führenden Mobilfunkunternehmen haben sich auf eine Selbstverpflichtung für mehr Jugendschutz bei der Nutzung von Handys geeinigt. Mit der Verpflichtung komme man dem Ziel näher, «Kinder und Jugendliche vor jugendgefährdenden Inhalten zu schützen», sagte Jugendstaatssekretärin Vera Reiß bei der Vorstellung der Selbstverpflichtung am Mittwoch in Mainz. Mit dem in der Erklärung vereinbarten Vorgehen soll die Verbreitung sogenannter Gewaltvideos über Handys verhindert werden.

Die Selbstverpflichtung enthält drei Schwerpunkte. Zum einen soll die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) in absehbarer Zeit ein Online-Portal aufbauen, bei dem sich Eltern vor Abschluss eines Handyvertrages für ihre Kinder über die Fähigkeiten eines Mobiltelefons informieren können. Außerdem soll die Beratung der Eltern in den Läden bei Vertragsabschluss um die Gesichtspunkte des Jugendschutzes ausgebaut werden. Zweiter Schwerpunkt werde die Einrichtung einer kostenlosen Hotline für Jugendschutzfragen sein.

Dritter Schwerpunkt der Selbstverpflichtung ist die Einführung technischer Sperren, um die Verbreitung jugendgefährdender Bilder, Videos oder sonstiger Medien zu verhindern. Zum einen soll es Eltern künftig per Knopfdruck möglich sein, den mobilen Internetzugang über das Handy sowie den Versand von Bild- und Videonachrichten (MMS) zu sperren. Zudem wollen die Mobilfunkanbieter Jugendschutz-geeignete Handys auf den Markt bringen, bei denen auch der Versand von Dateien über die Übertragungsmöglichkeit «Bluetooth» gesperrt werden könne.