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Braunschweiger Zeitung: WAZ will Unabhängigkeit der Redaktion stärken

Im Januar hatten die Hamburger Verlegerfamilie Voigt und die Nord LB ihre Gesellschaftsanteile an den Essener Zeitungs-Konzern verkauft. Die Zustimmung des Kartellamts gilt als wahrscheinlich, steht aber noch aus.

Braunschweig - "Wir sind stolz auf die Unabhängigkeit der Redaktionen", sagen die Verantwortlichen der WAZ-Mediengruppe in einem Leser-Interview, das in der heutigen Ausgabe der Braunschweiger Zeitung erschienen ist; der Braunschweiger Zeitungsverlag wird gerade von der WAZ-Mediengruppe übernommen. Die "klaren Linien" der Mediengruppe sollen auch für Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter gelten. "Der Kampf um die Glaubwürdigkeit ist ein Kampf um die Zukunft der Zeitung", sagt WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach.

Stephan Holthoff-Pförtner, Bevollmächtigter der WAZ-Eigentümerfamilie Funke, und Bodo Hombach betonen in dem Interview: "Wir kommen nicht als Landbesetzer nach Braunschweig und Wolfsburg. Wir sind über die Strukturen, die die Zeitung geschaffen hat, ausgesprochen dankbar. Wir wollen auch erfolgreiche Strukturen erhalten."

Verstärkt will sich die WAZ-Gruppe sowohl für das Online-Portal der Braunschweiger Zeitung engagieren wie auch "fair, aber offensiv" im Konkurrenzkampf mit Madsack, dem größten niedersächsischen Zeitungsverlag.

Das Interview ist in der heutigen Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Salzgitter Zeitung und Wolfsburger Nachrichten zu lesen. Die WAZ-Verantwortlichen wurden befragt von den BZ-Lesern Gundolf Algermissen, Vorsitzender des DGB Region Südost-Niedersachsen, der CDU-Bundestagsabgeordneten Eva Möllring, Udo Röhrig, Leiter des NDR-Studios in Braunschweig, und Stefan Roßberg, einem Geschäftsmann aus Braunschweig. Aus der Redaktion der Zeitung hatte niemand gefragt.

Im Januar hatten die Hamburger Verlegerfamilie Voigt und die Nord LB ihre Gesellschaftsanteile an den Essener Zeitungs-Konzern verkauft. Die Zustimmung des Kartellamts gilt als wahrscheinlich, steht aber noch aus.