Print
Newsroom

Kleinstes Zeitung mit Vollredaktion: Neues Design für "Emder Zeitung"

Mit einem neuen Layout präsentiert sich seit heute die "Emder Zeitung".

Emden - Für den Komplett-Relaunch zeichnet der Zeitungdesigner Norbert Küpper verantwortlich. Damit hat Deutschlands kleinste Zeitung mit Vollredaktion (verkaufte Auflage: 10.000 Exemplare) ihre grundlegende Optik zum ersten Mal seit rund 15 Jahren geändert.


Geblieben ist die Hausfarbe Orange - und die konsequente Ausrichtung auf lokale Inhalte.

Der Mantel beginnt auch weiterhin im hinteren Teil, die vorderen Seiten bleiben weiterhin lokalen und regionalen Inhalten aus Emden und Ostfriesland vorbehalten. In einem einjährigen Arbeitsprozess hat Norbert Küpper das neue Layout entworfen.

Der Verlag hat die Vorschläge anhand einer Nullnummer zweimal in Peer-Groups getestet und die Gruppendiskussionen ausgewertet. Die Ergebnisse flossen in die weitere Arbeit ein. So haben die Leser beispielsweise dafür gesorgt, der in Ostfriesland typische Gruß "Moin!" weiterhin auf der Titelseite erscheint.


Leitlinien des neuen Layouts waren: Weniger Farbe, klare Strukturen, modernere Type - also insgesamt eine Hinwendung zu einem ruhigeren, seriöserem Layout. Dabei war es Verlag und Redaktion wichtig, den traditionell starken Einzelverkauf am Kiosk im Blick zu behalten. Designer Küpper hat dieses Grundproblem gelöst, indem er in die Aufmacherbilder auf der Titelseite regelmäßig Titel einblockt - unterlegt von einem transparent-weißem Grund. Diese erscheinen immer klar über dem Bruch und fallen deswegen ins Auge. Ein weiterer großer Schritt für die Emder Zeitung: Auf der Titelseite erscheinen wieder ganze Texte, nicht mehr nur Anreißer ins Innere. Die wichtigsten Nachrichten stehen damit ab sofort in Gänze vorn.


Für Chefredakteur Stefan Bergmann steht fest: "Das neue Layout ist für die Emder Zeitung ein mutiger Schritt, denn aus Angst vor negativen Leserreaktionen werden in Deutschland nur noch selten Tageszeitungen einem Komplett-Relaunch unterzogen. In unserem Fall war es aber nötig, weil das alte Layout sehr in die Jahre gekommen ist und wir zu wenige Gestaltungsmöglichkeiten hatten. Die ersten Leserreaktionen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind." (B.Ü.)