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Newsroom – Rupert Sommer

Start am 20. Februar: Holger Friedrich bringt „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ auf den Markt

Start am 20. Februar: Holger Friedrich bringt „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ auf den Markt Holger Friedrich (Foto: IMAGO / Bernd Elmenthaler)

Geplant sind eine Printausgabe mit 40.000 Exemplaren sowie ein Digitalangebot. Der Fokus liegt zunächst auf Sachsen. Mehr zum Team.

Berlin – In der Branche kursieren schon länger mehr oder weniger konkrete Spekulationen über das offensichtliche Herzensprojekt des Verlegerpaars Friedrich und die Art, wie sie eine Art alternative Ostberichterstattung etablieren wollen. Nun soll die Zeitung am 20. Februar an den Start,gehen. Aktuell hatte zuerst „Horizont“ über die Details zum Start berichtet. Demnach wird der 32-jährige Dorian Baganz, zuvor Wirtschaftsressortleiter bei der linken Wochenzeitung „Der Freitag“, Chefredakteur der „OAZ“.

 

Baganz möchte den ambitionierten Neustart offenbar zum „Leitmedium in Ostdeutschland“ machen. Geschäftsführer ist Dirk Jehmlich, früher Co-CEO der Strategieberatung Diffferent. Sein Ziel sei es, „die Narrativhoheit in den Osten zurückzuholen und selbst zu erzählen, was der Osten ist“, heißt es in einem Zitat bei „Horizont“.

 

Die „OAZ“ startet laut Informationen des Fachmediums als Webportal, perspektivisch ergänzt um ein werktägliches E-Paper sowie als freitägliche gedruckte Wochenzeitung. Gedruckt wird bei der DDV-Gruppe/Madsack mit einer anfänglichen Auflage von mindestens 40.000 Exemplaren, die überwiegend in Ostdeutschland, zu einem kleineren Teil auch im Westen distribuiert werden.

 

Der Copypreis für die Printausgabe liegt bei 3,90 Euro. Das Digitalabo kostet 12 Euro im Monat. Für 15 Euro erhalten Abonnenten zusätzlich Zugang zur digitalen „Berliner Zeitung“. Dem Vernehmen nach soll sich das Projekt ab rund 5.000 Digitalabos pro ostdeutschem Bundesland wirtschaftlich tragen – also bei etwa 25.000 Abonnements insgesamt.

 

In der Vermarktung setzt die „OAZ“ auf klassische Strukturen. Eine Print-Anzeigenseite kostet laut Preisliste 9.000 Euro. Im nationalen Geschäft arbeitet der Verlag mit fünf Generalvertretern. Digital kooperiert die „OAZ“ mit der Plattform Factor Eleven für regional aussteuerbare Werbung.

 

Die Mitbewerber Funke und Madsack, die mit ihren in Ostdeutschland verbreiteten Zeitungen wie „Thüringer Allgemeine“, „Leipziger Volkszeitung“, „Ostsee-Zeitung“ und „Märkische Allgemeine Zeitung“ bislang meist eher auf klassische Lokalberichterstattung setzten, werden den Markteintritt genau beobachten.

 

 

 

 

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