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Berliner Privatsender FAB stellt Sendebetrieb ein

Dieser Schritt sei notwendig geworden, weil sich nicht rechtzeitig ein Investor gefunden habe, teilte Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma mit.

Berlin (ddp-bln). Der private Berliner TV-Sender Fernsehen aus Berlin (FAB) hat am Mittwoch seinen Sende- und Geschäftsbetrieb eingestellt. Dieser Schritt sei notwendig geworden, weil sich nicht rechtzeitig ein Investor gefunden habe, teilte Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma mit. Das Insolvenzverfahren sei am selben Tag eröffnet worden.

Der Sender hatte im Januar Insolvenz beantragt. Seitdem führte Köhler-Ma den Betrieb mit allen 27 Mitarbeitern fort. In "langen und komplizierten Verhandlungen" sei nach einer tragfähigen Lösung gesucht worden, sagte der Insolvenzverwalter. Es habe verschiedene Interessenten gegeben, jedoch habe sich eine Investorengruppe nicht rechtzeitig mit dem Hauseigentümer des Medienzentrums einigen können.

Er suche nun nach einer "kleinen Lösung", um Teile des Unternehmens zu verwerten, kündigte Köhler-Ma an. So werde die Verwertung der Sendekapazitäten mit der Landesmedienanstalt Berlin Brandenburg geklärt.

Gemeinsam mit FAB stellte auch die Fernsehproduktion Event-TV mit sechs Mitarbeitern einen Insolvenzantrag. Die Geschäftsbetriebe der beiden Unternehmen seien untrennbar miteinander verwoben, hieß es. Der Geschäftsbetrieb bei Event-TV wurde am selben Tag ebenfalls eingestellt.

FAB wurde 1990 gegründet und war einer der ersten privaten regionalen Fernsehsender. Erst im vergangenen Jahr bezog FAB ein modernes Medienhaus an der Genthiner Straße im Bezirk Mitte.