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Madsack-Aktionstag: "Rote Karten für Sozial-Foul"

Mitarbeiter der Mediengruppe Madsack wehren sich heute mit Aktionstag gegen Kündigungen und Flucht aus Tarifverträgen.

Berlin - Zu dem Aktionstag haben die Gewerkschaften Deutscher Journalisten-Verband und ver.di in verschiedenen Städten aufgerufen.

Unter dem Motto „Rote Karte für Sozial-Foul“ protestieren sie bei Kundgebungen, Mahnwachen und anderen Veranstaltungen in Hannover (Hannoversche Allgemeine, Neue Presse, Kunden Service), Potsdam (Märkische Allgemeine), Leipzig (Leipziger Volkszeitung), Rostock (Ostsee-Zeitung) und Göttingen (Göttinger Tageblatt).

Hintergrund sind angekündigte Umstrukturierungen innerhalb der Mediengruppe Madsack, die mit Arbeitsplatzabbau und Tarifflucht einhergehen sollen. Den Madsack-Plänen zufolge würden bei der Märkischen Allgemeinen Zeitung mehr als 40 Mitarbeiter entlassen, weil Arbeiten in Verlag und Verwaltung ausgelagert oder zentralisiert werden sollen. Bei Lübecker Nachrichten, Ostsee-Zeitung (Rostock), aber auch im Mutterhaus in Hannover drohen langjährige Mitarbeiter in tariflose Neugründungen ausgelagert zu werden.

DJV und ver.di halten dem Konzern seine Politik der Kostensenkung vor. Das Verhältnis zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werde nachhaltig beschädigt. Die Forderung der Gewerkschaften an die Geschäftsleitung, einheitliche Schutzstandards für die Beschäftigten einzuführen, werde seit längerem von Madsack ignoriert, kritisiert Detlef Schütz, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates. Madsack übersehe, dass Restrukturierungen nicht erfolgreich gegen die Interessen der Betroffenen umgesetzt werden könnten.

Zu den Anteilseignern der fünftgrößten Zeitungsgruppe Deutschlands mit einer Gesamtauflage von fast einer Million Zeitungen und rund 5.000 Mitarbeitern gehört unter anderem die SPD-Medienholding ddvg.