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Madsack: Papierpreise belasten Ergebnis

Gewinneinbruch bei Medienriesen aus Hannover.

Hannover (dapd-lsc) - Der Hannoveraner Medienkonzern Madsack hat im Jahr 2011 den Umsatz leicht gesteigert, musste aber einen Gewinneinbruch hinnehmen.

Der Umsatz stieg um 2 Millionen Euro auf 610,8 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss fiel dagegen um rund 2 Millionen Euro auf 8,5 Millionen Euro. Das geht aus dem Geschäftsbericht des Konzerns hervor, der 18 Tageszeitungen mit einer Auflage von rund 960.000 Stück herausgibt.

Das Medienhaus begründet den Gewinnrückgang mit einer außerordentlichen Abschreibung sowie höheren Papierpreisen. Beim Umsatz belasteten ein um 4 Prozent rückläufiges Anzeigengeschäft den Familienkonzern, an dem auch die SPD-Medienholding Anteile besitzt. Dagegen stiegen die Vertriebserlöse. Auch das Geschäft mit Beilagen entwickelte sich besser. Für 2012 und 2013 rechnet der Verlag mit Ergebnissen in der Höhe von 2011.

Madsack hatte in den vergangenen Monaten stark expandiert und beispielsweise die "Märkische Allgemeine" in Potsdam übernommen. Außerdem ist der Konzern als Dienstleister aktiv, etwa im Fernsehgeschäft oder im Zustellmarkt. Der Konzernbereich erstreckt sich mit 5.100 Mitarbeitern inzwischen vom nördlichen Hessen über Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg bis an die Ostsee. Bedeutende Blätter des Hauses sind die "Hannoversche Allgemeine", "Leipziger Volkszeitung" und die "Lübecker Nachrichten".

Für Wirbel sorgte zuletzt die Entscheidung von Madsack gemeinsam mit zwei weiteren Gesellschaftern, alle Mitarbeiter des Frankfurter "Blitz-Tip"-Verlages zu entlassen und Redaktion, Vertrieb und Anzeigenverkauf von der "Frankfurter Rundschau" besorgen zu lassen.