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Angriff auf „Spiegel TV“-Team in Thüringen

Bei Dreharbeiten in Fretterode sind Journalisten angegriffen und verletzt worden. Die Ermittlungen hat das Landeskriminalamt übernommen.

Fretterode – Journalisten von „Spiegel TV“ sind bei Dreharbeiten attackiert worden. Wie der „Spiegel“ berichtet, wurden dabei zwei Mitarbeiter durch Pfefferspray und Schläge verletzt, zudem sei Ausrüstung beschädigt worden. Die Betroffenen wurden medizinisch versorgt und konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

 

Nach Angaben der Polizei griffen zwei Männer aus der rechtsextremen Szene drei Journalisten an. Die Tatverdächtigen, ein 56-Jähriger und ein 22-Jähriger, wurden zunächst festgenommen, später jedoch mangels Haftgründen wieder entlassen, wie eine Sprecherin der Landespolizeiinspektion Nordhausen mitteilte.

 

„Die Dreharbeiten fanden im Rahmen einer Recherche über rechtsextreme Strömungen und Gruppierungen in Deutschland statt. Unser Team ging dabei seiner üblichen redaktionellen Arbeit nach“, zitierte der „Spiegel“ das betroffene Team.

 

Die Ermittlungen wurden vom Thüringer Landeskriminalamt und der Staatsanwaltschaft Mühlhausen übernommen. Bei Durchsuchungen seien laut Polizei auch „mehrere Zufallsfunde“ sichergestellt worden, nähere Angaben dazu wurden nicht gemacht.

 

Fretterode war bereits 2018 Schauplatz eines ähnlichen Vorfalls, bei dem Journalisten von Rechtsextremisten angegriffen worden sein sollen.

 

 

 

 

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