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DJV fordert stärkere Finanzierung der Deutschen Welle

Hintergrund sind bereits erfolgte Kürzungen sowie mögliche weitere Einsparungen mit Personalabbau.

Berlin – Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag zugesagte strukturelle Stärkung der Deutsche Welle umzusetzen. Bei der Haushaltsaufstellung für 2027 müsse der Etat des Auslandssenders deutlich erhöht werden. Trotz anderslautender Vereinbarungen sei der Etat im laufenden Jahr um zehn Millionen Euro gekürzt worden.

 

Am 17. Februar kommen die Aufsichtsgremien des Senders zu einer Sondersitzung zusammen. Dabei soll ein Sparpaket in Höhe von 21 Millionen Euro beraten werden, falls der Etat im kommenden Jahr nicht steigt. Der DJV befürchtet in diesem Fall einen Abbau von rund 200 Stellen und warnt vor einer deutlichen Schwächung des Senders.


DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster erklärte, jeder Euro, den die Bundesregierung aus dem Etat der Deutschen Welle streiche, spiele „den Diktatoren dieser Welt in die Hände“. Angesichts gezielter Desinformation, zunehmender Zensur und Einschüchterungsversuchen würden freie Informationen der DW immer wichtiger, so Beuster.


Die Deutsche Welle erfüllt ihren gesetzlichen Auftrag, Deutschland als europäisch geprägte Kulturnation und demokratischen Rechtsstaat darzustellen, mit Angeboten in 32 Sprachen. Im Jahr 2025 erzielten ihre digitalen Inhalte mehr als 18 Milliarden Aufrufe – ein Zuwachs von 20 Prozent. Laut DJV sei dieser Erfolg durch die aktuellen Kürzungen gefährdet.

 

 

 

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