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Ein ganzes Bücherregal auf Lesegerät: Was bei E-Book-Readern wichtig ist

Führende deutsche Buchhandelsketten wie Thalia und Hugendubel haben US-Konzernen wie Amazon und Apple den Kampf angesagt: Seit Donnerstag verkaufen sie gemeinsam ein einheitliches Lesegerät für elektronische Bücher.

Frankfurt/Main (AFP) -  "Tolino" heißt dieser E-Reader und ist technisch auf der Höhe der Zeit. Um ihre Bibliothek unterwegs immer dabei zu haben, können Verbraucher neben E-Readern auch andere Geräte nutzen.

Wie lassen sich elektronische Bücher lesen?

E-Reader bieten Nutzern bei der Lektüre eine ganze Reihe von Vorteilen: Das Lesen über die Displays ist vergleichsweise augenfreundlich, die Geräte sind leicht und handlich, verbrauchen wenig Strom und können viele Bücher speichern. Als größter Konkurrent für die E-Book-Reader gelten Tabletcomputer wie das iPad von Apple. Diese bieten zusätzlich viele multimediale Möglichkeiten. Aber auch herkömmliche Computer, Laptops und Smartphones lassen sich zur Lektüre elektronischer Bücher nutzen.

Wie groß ist das Angebot an Lesestoff?

Laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels vertreibt rund die Hälfte aller Verlage in Deutschland E-Bücher, Tendenz steigend. 42 Prozent der neuen Bücher erscheinen bei diesen Verlagen auch als E-Book, der Anteil bei bereits erschienen Werken liegt demnach bei 30 Prozent. Das Angebot elektronischer englischsprachiger Literatur ist um ein Vielfaches größer.

Wie kommen die Texte aufs Endgerät?

Die Texte gelangen über das Internet auf die Geräte. Teilweise verfügen sie dafür über drahtlose Internetzugänge per WLAN oder über mobiles Internet per Handynetz. Bei einigen Geräten ist ein Umweg über den Computer notwendig: Nutzer müssen dann die Inhalte aus dem Internet auf den Rechner laden und sie anschließend auf das Lesegerät übertragen.

Wie viel kostet das E-Buch-Lesen?

Zunächst einmal fallen die Kosten für das Gerät an. Die Preisspanne bei E-Readern liegt zwischen 50 und über 200 Euro. Tablet-Computer sind meist für 100 bis 800 Euro zu haben, können dafür aber deutlich mehr. Beim Lesestoff gilt laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Deutschland bei neueren E-Büchern die Buchpreisbindung. Das heißt, E-Books kosten überall gleich viel. In den USA etwa ist das anders, weswegen ein Preiskampf zwischen den Anbietern herrscht. Es gibt auch kostenlose Bücher im Netz, etwa auf der Webseite gutenberg.org.

Sind alle Inhalte auf allen Endgeräten zu lesen?

Nein. Die Texte liegen in bestimmten Formaten vor. Hier haben sich mit PDF und EPUB zwei Versionen durchgesetzt, die von fast allen Geräten verstanden werden. Marktführer Amazon hat für seine Geräte jedoch ein eigenes Format. Größere Probleme bereitet teils der Kopierschutz, mit dem zahlreiche E-Books versehen sind.

Lassen sich E-Bücher verleihen, gebraucht kaufen und verkaufen oder verschenken?

Hier gelten andere Regeln als beim Kauf gedruckter Werke, da der Erwerb einer E-Buch-Datei juristisch keinem Kauf entspricht, sondern dem Erwerb einer persönlichen Lizenz. Diese darf normalerweise nicht weitergegeben werden. Für den eigenen Gebrauch ist es in der Regel erlaubt, fünf bis sechs Kopien eines E-Buchs zu erstellen.

Will der Verbraucher seinen digitalen Lesestoff von einem Gerät auf ein anderes übertragen, muss jedoch auch das zweite den Kopierschutz und das Format des E-Buchs erkennen.