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dpa

Entführte ecuadorianische Journalisten vermutlich tot

Präsident Lenín Moreno gab den Entführern am Abend zwölf Stunden Zeit zu beweisen, dass ihre Geiseln noch am Leben seien, und drohte andernfalls mit militärischer Gewalt.

Bogotá/Quito (dpa) − Drei von Rebellen an der Grenze zu Kolumbien entführte ecuadorianische Journalisten sind aller Wahrscheinlichkeit nach tot. Der kolumbianische Sender RCN erhielt nach eigenen Angaben am Donnerstag Fotos, die mutmaßlich die Leichen der Entführten zeigen, und diese an die Behörden der beiden Länder weitergeleitet. Nach einer ersten Einschätzung von Experten stimmen Kleidungsstücke auf den Bildern mit denen zweier Journalisten überein. Eine Gesichtsanalyse weise auf das dritte Opfer hin. Ecuadors Innenminister César Navas sagte jedoch, die Beweise seien nicht eindeutig. Es werde weiter ermittelt.

Präsident Lenín Moreno gab den Entführern am Abend zwölf Stunden Zeit zu beweisen, dass ihre Geiseln noch am Leben seien, und drohte andernfalls mit militärischer Gewalt. „Wir werden ihnen einen Kampf auf dem Feld liefern, das sie selbst ausgewählt haben, und wir werden sie besiegen.»

Die drei Journalisten waren am 26. März von einer Splittergruppe der früheren Guerillaorganisation Farc, der Front Oliver Sinisterra, im Grenzgebiet zu Kolumbien entführt worden, wo die Männer eine Geschichte zur Drogengewalt recherchierten. Die Entführer hatten von der ecuadorianischen Regierung verlangt, die Geiseln gegen in Ecuador inhaftierte Mitglieder ihrer Gruppe auszutauschen.

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