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Newsroom – Markus Trantow

Ermittlungen gegen Christian Ulmen wegen digitaler Gewalt – Anwalt Christian Schertz widerspricht Vorwürfen

Ermittlungen gegen Christian Ulmen wegen digitaler Gewalt – Anwalt Christian Schertz widerspricht Vorwürfen Ulmen, Fernandes (Foto: IMAGO / Eibner)

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe nimmt die Anzeige von Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen wieder auf. Ulmens Anwalt weist die Vorwürfe zurück und kündigt rechtliche Schritte gegen den „Spiegel“ an.

Itzehoe – Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt erneut im Fall einer Anzeige von Schauspielerin Collien Fernandes wegen digitaler Gewalt. Sie hatte die Anzeige – damals noch gegen Unbekannt – bereits 2024 gestellt. Die Behörde hatte das Verfahren zunächst eingestellt. Heute wirft Fernandes ihrem Ex-Mann Christian Ulmen unter anderem die Erstellung von Fake-Profilen in sozialen Medien vor.

 

Nach Prüfung aktueller Medienberichte sieht die Staatsanwaltschaft nun einen Anfangsverdacht gegen Ulmen. Zuvor hatte Fernandes' Anwältin Christina Clemm der Staatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein Untätigkeit vorgeworfen.


Derweil geht auch Ulmens Anwalt Christian Schertz für seinen Mandanten in die Kommunikations-Offensive. Per Pressemitteilung kündigt er gerichtliche Schritte gegen die Berichterstattung im „Spiegel“ an, der am 19. März erstmals über den Fall berichtet hatte. Insbesondere weist Schertz den Vorwurf zurück, Ulmen hätte Deepfake-Videos von Fernandes hergestellt und verbreitet. Zudem teilt Schertz Ulmens Sicht auf einen Streit in Spanien, in dessen Folge sein Mandant vorübergehend festgenommen worden sei. Fernandes sei, so Schertz, im Zuge desselben Vorfalls ebenfalls festgenommen worden. Die Behörden seien „von beidseitigen Verfehlungen“ ausgegangen.


Auch habe das Gericht in Spanien, wo Fernandes Anzeige gegen Ulmen erstattet hatte, das Verfahren gegen Ulmen inzwischen ausgesetzt. Grund sei, dass Fernandes eine nötige Erklärung bei einem spanischen Notar nicht abgegeben habe.

 


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