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Foto-Skandal in Italien: Meloni und andere Frauen Zielscheibe von Deepfake-Pornos

Ein pornografisches Internetportal mit manipulierten Bildern prominenter Frauen sorgt in Italien für Empörung. Es geht um den Schutz der Privatsphäre und den Missbrauch von KI.

Rom – Wie der „Guardian“ berichtet, steht die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Zentrum eines digitalen Skandals rund um manipulierte pornografische Bilder. Die Plattform „Phica“ veröffentlichte gefälschte Aufnahmen, auf denen prominente Frauen in expliziten Posen zu sehen sind – erstellt durch Techniken wie Deepfakes oder Bild-Montagen. Die Bilder stammen demnach oft aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Instagram oder offiziellen Auftritten und wurden ohne Zustimmung verfremdet.

 

Neben Meloni sollen auch Oppositionsführerin Elly Schlein sowie weitere bekannte Persönlichkeiten betroffen sein. Die Bilder wurden auf der Seite mit sexistischen Kommentaren versehen, was laut „Guardian“ bei Frauenrechtlerinnen, Politikerinnen und Nutzerinnen massive Reaktionen auslöste.

 

Innerhalb weniger Tage sammelte eine Petition gegen die Plattform mehr als 150.000 Unterschriften. Das Portal habe sich zunächst auf das Recht auf freie Meinungsäußerung berufen, so der „Guardian“, bevor es schließlich offline ging. Die italienischen Behörden ermitteln inzwischen, auch unter dem Aspekt des Datenschutzes und möglicher Persönlichkeitsrechtsverletzungen.


Meloni selbst äußerte sich laut „Guardian“ bislang nicht öffentlich, ließ jedoch über ihr Umfeld mitteilen, dass sie Maßnahmen prüfe.


Die Debatte verschärft sich in Italien weiter – zwischen dem Schutz der Privatsphäre, der Rolle künstlicher Intelligenz und der Frage, wie Politik und Gesellschaft mit digitaler Gewalt gegen Frauen umgehen.