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Funke soll Massenentlassung planen

Funke soll Massenentlassung planen Mehr als 20 Journalisten sollen in der Zentralredaktion ihren Job verlieren.

Als „konfusen und völlig überzogenen Aktionismus“ verurteilt der DJV die Pläne , massive Einschnitte in redaktionelle Arbeitsplätze vorzunehmen.

Berlin – Als „konfusen und völlig überzogenen Aktionismus“ verurteilt der Deutsche Journalisten-Verband die am heutigen Donnerstag bekannt gewordenen Pläne der Funke-Mediengruppe, massive Einschnitte in redaktionelle Arbeitsplätze vorzunehmen. Wie der DJV erfuhr, sollen in der Berliner Zentralredaktion mehr als 20 Journalistinnen und Journalisten ihre Arbeitsplätze verlieren. Das entspricht fast einem Viertel der Stellen. An den drei Zeitungstiteln in Nordrhein-Westfalen will Funke zehn Prozent der Stellen streichen. Die Redaktion der „Westfalenpost“ in Warstein mit fünf Mitarbeitern soll ganz geschlossen werden. Die Ausbildung der Volontäre in der Medienakademie-Ruhr will der Konzern für ein Jahr aussetzen. Komplett schließen will der Konzern das Essener Druckhaus mit 120 Mitarbeitern, schreibt der DJV in eiern Aussendung.

 

„Für diesen Kahlschlag gibt es keinen Grund“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Unbestritten sei, dass auch die Funke-Mediengruppe vom Strukturwandel der Medien betroffen sei. „Wer in einer wirtschaftlichen Durststrecke qualifizierte und verdiente Journalisten in die Arbeitslosigkeit entlässt, hat von verlegerischer Verantwortung keine Ahnung“, so der DJV-Vorsitzende. Mit immer weniger Journalistinnen und Journalisten in den Redaktionen müsse zwangsläufig die Qualität der Produkte Schaden nehmen.

 

Dem Vernehmen nach soll in Berlin die Rechercheredaktion als eigenständiges Ressort aufgelöst und mit deutlich weniger Journalisten mit den Ressorts Politik und Wirtschaft verschmolzen werden. Überall: „Das steht in krassem Widerspruch zu dem Anspruch von Funke, herausragenden Qualitätsjournalismus bieten zu wollen.“

 

Der DJV-Vorsitzende fordert von den Verantwortlichen des Medienkonzerns, von ihren Kahlschlagplänen Abstand zu nehmen. Über konstruktive Lösungen möglicher wirtschaftlicher Schwierigkeiten solle der Konzern mit dem Betriebsrat verhandeln.

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