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Gauland: Strache-Video hätte nicht veröffentlicht werden müssen

Die Art, wie man hier einen Menschen vorgeführt habe, gehe über das politische, öffentliche Interesse hinaus.

Berlin (dpa) − Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat das folgenschwere Strache-Video als „kriminelle Machenschaft“ bezeichnet und die Veröffentlichung des heimlichen Mitschnitts kritisiert. „Das Video hätte man nicht veröffentlichen müssen“, sagte Gauland am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „maybrit illner“ über das Skandalvideo, das letztlich zum Rücktritt des österreichischen Rechtspopulisten Heinz-Christian Strache als Chef der FPÖ und Vizekanzler führte. „Die Art, wie man hier einen Menschen vorgeführt hat, geht über das politische, öffentliche Interesse hinaus.“

Aus Gaulands Sicht hätten die Erkenntnisse aus den Aufnahmen auch diskreter genutzt werden können: „Man hätte das, was an politischen Informationen in dem Video drin ist, veröffentlichen können und das Video als Beleg dafür, dass das die Wahrheit ist, aufheben können.“ Trotz der Video-Affäre, die einen Bruch der rechtskonservativen Regierung in Wien zur Folge hatte, will Gauland an der Partnerschaft mit der österreichischen Schwesterpartei festhalten. „Ich kann doch nicht das Fehlverhalten eines Menschen der Partei anlasten.»

Das im Sommer 2017 auf Ibiza heimlich aufgenommene Video zeigt, wie der spätere Vizekanzler Strache mit einer vermeintlichen russischen Investorin über eine Zusammenarbeit redet. Dabei geht es auch um mögliche Staatsaufträge im Gegenzug für verdeckte Wahlhilfe zugunsten der FPÖ, und um strategische Einflussnahme auf Medien. Infolge der daraus resultierenden Regierungskrise sind inzwischen keine FPÖ-Politiker mehr im Kabinett.

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