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Helmut Heinen zieht zum „Rundschau“-Wechsel in Köln Bilanz

Helmut Heinen zieht zum „Rundschau“-Wechsel in Köln Bilanz Helmut Heinen (Foto: BDZV)

Zum 1. April übernimmt DuMont die Herausgeberschaft der „Kölnischen Rundschau “– und Heinen zieht Bilanz. Der bisherige Herausgeber spricht von einem „traurigen Tag“, verteidigt aber den Kurswechsel.

Köln – Am Tag des Übergangs meldete sich Helmut Heinen zu Wort: Zum 1. April hat DuMont die Herausgeberschaft der „Kölnischen Rundschau“ übernommen – und der langjährige Herausgeber zog in einem Beitrag in eigener Sache Bilanz. Er würdigte die Leistung der Redaktion und beschrieb die Situation als „traurigen Tag“.


Die Veränderungen hätten viele Leserinnen und Leser getroffen, vor allem aber die Journalistinnen und Journalisten selbst. Der Verlust von Arbeitsplätzen sei eine erhebliche Belastung für die verbleibenden Teams. Zugleich hob Heinen hervor, dass es der Redaktion trotz schwieriger Rahmenbedingungen gelungen sei, eine glaubwürdige und relevante Zeitung zu produzieren.

 

Besonders betonte er den Zusammenhalt und die Professionalität innerhalb der Redaktion. Auch unter wachsendem wirtschaftlichem Druck habe man an journalistischen Standards festgehalten und die Qualität gesichert.

 

Für die Zukunft zeigte sich Heinen vorsichtig optimistisch. Lokaler Journalismus bleibe unverzichtbar, eine seriöse Zeitung werde auch weiterhin gebraucht – gerade zur Orientierung in einer komplexer werdenden Welt.

 

Zum Abschluss zog Heinen ein persönliches Fazit nach 35 Jahren als Herausgeber. Er bedankte sich bei Mitarbeitenden und Lesern für das Vertrauen und äußerte die Hoffnung, dass die Zeitung ihren publizistischen Auftrag auch künftig erfüllen kann.

 

Hintergrund ist die Neuordnung zum 1. April: DuMont hat die Herausgeberschaft der „Kölnischen Rundschau“ übernommen, die künftig aus Strukturen der Kölner Stadt-Anzeiger Medien heraus produziert wird. Im Zuge der Umstellung wurde die bisherige Redaktion aufgelöst, zahlreiche Stellen entfielen. Gewerkschaften hatten den Schritt scharf kritisiert und von einem Einschnitt für die Pressevielfalt gesprochen.

 

 

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