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Newsroom – Georg Taitl

KI-Reifegrad-Report 2026: Medienhäuser können wirtschaftlichen Nutzen kaum nachweisen

79 Prozent der deutschen Medienhäuser verfügen über eine KI-Strategie. Doch nur jedes fünfte Unternehmen kann den wirtschaftlichen Nutzen anhand belastbarer Zahlen messen. Besonders bei Kosteneinsparungen und Nutzerbindung bleiben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück.

Berlin – Künstliche Intelligenz ist in deutschen Medienhäusern zunehmend verankert. Das zeigt der „KI-Reifegrad-Report 2026“, den der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) gemeinsam mit Retresco veröffentlicht hat. Für die nicht repräsentative Studie wurden 114 Führungskräfte und KI-Verantwortliche befragt.


Der Anteil der Medienhäuser mit einer KI-Strategie stieg binnen eines Jahres um 19 Prozentpunkte auf 79 Prozent. Allerdings nennen 49 Prozent technische Infrastruktur und Integration als Hürden. Zwar haben 61 Prozent Kennzahlen zur Erfolgsmessung definiert, doch nur 20 Prozent können den wirtschaftlichen Nutzen belastbar beziffern.

 

Erwartungen und Ergebnisse klaffen auseinander

92 Prozent erwarten durch KI effizientere Arbeitsabläufe, 80 Prozent haben entsprechende Verbesserungen festgestellt. Anders sieht es bei den Kosten aus: 63 Prozent erwarten Einsparungen, nur 20 Prozent konnten diese bislang messen.

 

Auch bei der Nutzerbindung ist die Differenz groß: 53 Prozent erhoffen sich Verbesserungen, lediglich 14 Prozent berichten von entsprechenden Ergebnissen.

 

„Wir müssen den Blick von der reinen KI-Adoption auf ihre messbare Wirkung richten“, sagt Retresco-CEO Johannes Sommer.

 

Zudem stellen 38 Prozent der Befragten deutliche Reichweitenrückgänge fest. Gleichzeitig gewinnt agentische KI an Bedeutung: 54 Prozent schreiben ihr strategische Relevanz zu, gegenüber 34 Prozent im Vorjahr.

 

Der Report empfiehlt Medienhäusern, KI-Projekte stärker an messbaren Auswirkungen auf Nutzung, Qualität, Kosten und Erlöse auszurichten.

 

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