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KNA

Neuer Medienrat der Öffentlich-Rechtlichen vollständig

Im Dezember trat der Reformstaatsvertrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio in Kraft und schuf ein neues Expertengremium zur Aufsicht. Nun ist der Medienrat vollständig besetzt.

Frankfurt (KNA) – Die Gremienvertreterkonferenz (GVK) der ARD hat Nathalie Wappler und Peter Müller in den neuen Medienrat der öffentlich-rechtlichen Anstalten gewählt. Das teilte die GVK am Dienstag in einer Pressemitteilung mit. Damit ist der Medienrat, der durch den Medienstaatsvertrag als neues Expertengremium geschaffen wurde, vollständig.


Nathalie Wappler (Jahrgang 1968) ist noch bis April dieses Jahres Direktorin des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF), der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt der Schweiz. Zuvor war sie unter anderem als Programmdirektorin beim MDR tätig.


Peter Müller (Jahrgang 1955) war bis 2023 Richter am Bundesverfassungsgericht. Zuvor amtierte er als Ministerpräsident des Saarlandes. Müller gilt als Experte für verfassungsrechtliche Fragen rund um die Medien.


Medienrat komplett
Der GVK-Vorsitzende Klaus Sondergeld lobte die Auswahl seines Gremiums. Mit Nathalie Wappler habe man eine vielfach bewährte und ausgewiesene Fachfrau aus der Praxis des gemeinwohlorientierten Rundfunks – in Deutschland wie in der Schweiz – für den Medienrat gewinnen können. Peter Müller ergänze die Vielfalt der durch die anderen Mitglieder vertretenen Fachgebiete in idealer Weise um die Perspektive des Verfassungsrechts, so Sondergeld.


Wappler und Müller komplettieren den Medienrat, dem außerdem Annika Sehl, Vertreterin des ZDF-Fernsehrates, Jeanette Hofmann, Vertreterin des Deutschlandradio-Hörfunkrates, sowie Anne Bartsch und Boris Alexander Kühnle angehören. Bartsch und Kühnle wurden von den Ministerpräsidenten berufen.


Überprüfung des Auftrags
Der Medienrat wurde durch den Reformstaatsvertrag neu geschaffen. Er soll regelmäßig prüfen, wie gut ARD, ZDF und Deutschlandradio ihrem gesetzlichen Auftrag nach Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung nachkommen. Dazu legt der Rat alle zwei Jahre einen Bericht vor.


Bei der Sitzung der Gremienvertreterkonferenz der ARD wurde am Dienstag außerdem Klaus Sondergeld erneut zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Sondergeld ist Vorsitzender des Rundfunkrates von Radio Bremen. Der Reformstaatsvertrag hat auch die Befugnisse der GVK erweitert, die nun die Gremienarbeit der ARD koordiniert und die Aufsicht über die Gestaltung der Gemeinschaftsangebote der ARD innehat.

 

 

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