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Russen erinnern an ermordete Journalistin Anna Politkowskaja

Die kremlkritische Reporterin, die für die „Nowaja Gaseta“ schrieb, wurde 2006 erschossen.

Moskau (dpa) − Zwölf Jahre nach dem Mord an der kremlkritischen Journalistin Anna Politkowskaja haben Menschen in mehreren Städten Russlands an die Menschenrechtsaktivistin erinnert. Wie die „Nowaja Gaseta“ auf ihrer Internetseite schrieb, versammelten sich am Sonntag zum Beispiel in St. Petersburg rund 50 Menschen. Die Oppositionsfraktion im Stadtparlament würdigte sie als „Symbol für den ehrlichen, wahrhaftigen russischen Journalismus“.

Die kremlkritische Reporterin Politkowskaja, die für die „Nowaja Gaseta“ schrieb, war 2006 in ihrem Haus in Moskau erschossen worden. Nach langen Ermittlungen wurden 2014 mehrere Männer aus der Nordkaukasusrepublik Tschetschenien verurteilt, darunter auch Gajtukajew. Politkowskajas Familie und Ex-Kollegen vermuten ein politisches Motiv und fordern eine Suche nach den Hintermännern.

Zugleich gab es laut dem bürgerrechtsnahen Portal OWD.info mehrere Protestaktionen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin, der am Sonntag 66 Jahre alt wurde. Genannt wurden etwa St. Petersburg und Moskau. Mehrere Menschen seien festgenommen worden.

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