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Seit 1992 ist Arte auf Sendung

Seit 20 Jahren versorgt der deutsch-französische Kulturkanal Arte die Fernsehzuschauer mit einem anspruchsvollen Programm.

Berlin (dpa) - Seit 20 Jahren versorgt der deutsch-französische Kulturkanal Arte die Fernsehzuschauer mit einem anspruchsvollen Programm. Daten zur Geschichte des kleinen Senders:

1990: Vertreter Frankreichs und der deutschen Bundesländer unterzeichnen am 2. Oktober das Abkommen zur Gründung von Arte. Die Initiative dazu geht auf eine Idee des damaligen französischen Präsidenten François Mitterrand und des deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl (CDU) zurück.

1991: Arte wird am 30. April als Gemeinschaftsunternehmung des französischen Senders La Sept und Arte Deutschland TV gegründet. An Arte Deutschland sind ARD und ZDF jeweils zur Hälfte beteiligt.

1992: Arte mit Sitz in Straßburg geht am 30. Mai über Satellit und Kabel auf Sendung - zunächst nur im Abendprogramm, seit 2006 rund um die Uhr.

1993: Beginn der Zusammenarbeit mit öffentlich-rechtlichen Partnern aus anderen europäischen Staaten - zunächst aus Belgien, später aus der Schweiz, Österreich, Skandinavien, Großbritannien, danach mit vielen weiteren Ländern.

1998: In der Arte-Bilanz für Deutschland stehen 190 Sendungen mit je mehr als 200 000 Zuschauern. In Frankreich interessierten sich jeweils 800 000 Menschen für die 160 erfolgreichsten Sendungen.

1999: Jobst Plog, Intendant des NDR, übernimmt bis 2002 auch den Chefposten bei Arte. In seiner Zeit stagniert der Marktanteil in Deutschland bei etwa 0,7 Prozent, in Frankreich bei vergleichsweise üppigen 3,5 Prozent.

2003: In Straßburg wird die neue Zentrale von Arte eingeweiht. Das verglaste Gebäude wurde von einem deutsch-französischen Architektenteam entworfen und hat Platz für etwa 450 Mitarbeiter.

2006: Pascal Guimier, früher Deutschland-Korrespondent des Senders France 2, übernimmt die Chefredaktion. Sein Vorgänger war Gérard Saint-Paul.

2007: "Das Leben der Anderen" wird mit dem "Oscar" ausgezeichnet. Auch andere in Ko-Produktion mit Arte gedrehte Filme erhalten immer wieder internationale und nationale Preise.

2010: Der kleine TV-Sender kann seine bescheidene deutsche Quote von 0,7 auf 0,8 Prozent Marktanteil steigern.

2011: Die Französin Véronique Cayla wird als Nachfolgerin des Deutschen Gottfried Langenstein Präsidentin von Arte. Der Etat liegt bei gut 424 Millionen Euro.