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KNA

Traditionsblatt „Fußball-Woche“ soll wieder erscheinen

Der Vereinsvorsitzende des Berliner Oberligisten Eintracht Mahlsdorf will die „Fußball-Woche“ digital neu positionieren und wieder stärker auf die unteren Ligen und den Amateursport ausrichten.

Berlin (KNA) – Die Sport-Traditionszeitschrift „Fußball-Woche“ (FuWo) soll wiederbelebt werden. Das 1923 in Berlin gegründete Blatt berichtete vor allem über die unteren Ligen und den Amateurfußball und war im Oktober 2025 wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit eingestellt worden. Jetzt will der Berliner Versicherungsmakler Tino Loest, der auch Vorsitzender des Oberligisten BSV Eintracht Mahlsdorf ist, das Blatt unter anderem mit einer Crowdfunding-Kampagne neu aufstellen.


„Wir müssen für das Projekt brennen. Hier geht es nicht primär darum, Geld zu verdienen, sondern darum, eine Institution zu retten“, sagte Loest am Montag vor ehemaligen Redaktionsmitgliedern und Unterstützern in den alten Redaktionsräumen in Berlin-Schöneberg. Loest hat nach eigenen Angaben die Titelrechte sowie Archiv und Internetauftritt der „FuWo“ erworben. Aktuell würden neue Chefredakteure und freie Mitarbeiter gesucht, so Loest gegenüber dem Rundfunk Berlin‑Brandenburg.

 

Neue „FuWo“ nach Online-First-Prinzip

Zwar soll das Blatt auch weiterhin gedruckt erscheinen, die neue „FuWo“ will aber nach dem Online-First-Prinzip primär auf digitale Angebote setzen. Eine neue Website und App seien im Aufbau. Ziel sei es, neben den treuen Lesern auch jüngere Fußballerinnen und Fußballer zu erreichen, sagte Loest. Das gedruckte Heft bleibe aber ein wichtiger Bestandteil des Angebots.

 

Der neue Eigentümer will die „FuWo“ wieder stärker in Richtung Amateursport positionieren, da es zu den Profivereinen bereits zahlreiche Angebote gebe. „Die Regionalliga wird von der Wertigkeit her unsere Bundesliga sein“, sagte Loest.

 

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