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KNA

Trump gegen „New York Times“: Milliardenklage wegen Verleumdung

US-Präsident Donald Trump hat wegen angeblicher Verleumdung die „New York Times“ auf 15 Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt. Die Klage zielt auf kritische Berichte und ein Buch von Journalisten der Zeitung.

Berlin (KNA) – US-Präsident Donald Trump hat die „New York Times“ (NYT) auf Zahlung von 15 Milliarden Dollar (12,8 Milliarden Euro) Schadenersatz verklagt. Die im US-Bundesstaat Florida angestrengte Klage richtet sich gegen das Blatt und vier seiner Journalisten.


„Die ‚New York Times‘ durfte viel zu lange Lügen über mich verbreiten und mich schmähen und verleumden. Damit ist jetzt Schluss“, schrieb Trump in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Dienst Truth Social.

 

Laut Medienberichten bezieht sich die Klage auf mehrere Artikel und ein von NYT-Journalisten verfasstes Buch, die sich kritisch mit Trump beschäftigten. Trump hat die Zeitung mehrfach als Sprachrohr der Demokratischen Partei bezeichnet, die er als „radikal links“ schmäht. Konkrete Belege für seine Vorwürfe lieferte Trump nicht.

 

Viele Klagen gegen Medien

Die NYT gilt als liberale Stimme der US-Presse und hatte bei den Präsidentschaftswahlen 2024 eine Wahlempfehlung für Trumps Gegenkandidatin Kamala Harris von den Demokraten abgegeben. Trump hatte bereits vor seinem erneuten Amtsantritt als Präsident angekündigt, von ihm als Gegner empfundene Institutionen und Personen zur Verantwortung zu ziehen.

 

Dabei war er mit seinen Angriffen auf Medienhäuser bislang zumeist erfolgreich. Die TV-Networks ABC und CBS verglichen sich nach entsprechenden Klagen Trumps außergerichtlich auf Zahlungen von 15 beziehungsweise 16 Millionen Dollar. Eine Klage Trumps gegen das Wirtschaftsblatt „Wall Street Journal“ wegen dessen Berichterstattung über Verbindungen von Trump zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist noch anhängig. Auch die NYT hatte in den vergangenen Tagen immer wieder über die sogenannten „Epstein Files“ berichtet, die Trump auch im eigenen Lager in Schwierigkeiten bringen.

 

Zur aktuellen Klage Trumps äußerte sich das Blatt bisher nicht.