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KNA

Verlegerverband BDZV fordert strengere Regulierung großer Plattformen

Die Zeitungsverlage stecken in der Krise – und haben schon seit einigen Jahren in Facebook, Google und Co. die Schuldigen für diese Entwicklung ausgemacht. Beim BDZV-Kongress erneuern sie ihre Forderungen an die Politik.

Berlin (KNA) – „Der Puls ist kräftig, aber der Blutdruck steigt“: So hat Vorstandschef Stefan Hilscher zum Auftakt des Kongresses des Bundesverbandes Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) am Dienstag in Berlin die Lage der Branche zusammengefasst.


Man wolle keine Debatte gegen die Technologie, sagte Hilscher mit Blick auf die Macht großer Online-Plattformen: „Wir wollen technischen Fortschritt, wir brauchen ihn.“ Doch gleichzeitig brauche es eine stärkere Regulierung der Plattformen. Die Frage bleibe: „Was kann die Politik tun, was können wir selbst tun“, ergänzte der Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzende Jörg Eggers.


Wertschätzung der Bundesregierung
Die Wertschätzung der Bundesregierung für die freie Presse überbrachte Philipp Amthor, Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit. Er erklärte bei dem Kongress unter dem Motto „Demokratie braucht viele Stimmen“, am Anfang stehe mit Artikel 5 des Grundgesetzes immer die Freiheit. Am Ende könne es auch Regulierung geben, so Amthor weiter.


Desinformation müsse stärker erforscht und letztlich reguliert werden. Amthor plädierte dafür, Maßnahmen zur Medienkompetenz und -bildung zu verstärken und als Gesellschaft in Diskursräume zu gehen. „Als Gesellschaft schulden wir einander Diskussionen und Diskurs.“


Beim BDZV-Kongress treffen sich Entscheider aus der Verlagswelt, um aktuelle Herausforderungen zu besprechen. Am Abend werden der Theodor-Wolff-Preis und der Wächterpreis des Verbands verliehen.

 

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